Droht dem brasilianischen Luxus-Resort nun die Pfändung? Es soll seine Steuern nicht bezahlt haben – ein Behördenirrtum.

Nachdem die deutschen Nationalspieler abgereist sind, geht für das Luxusresort Campo Bahia im brasilianischen Dörfchen Santo André in der Nähe der Stadt Porto Seguro der Alltag los. Ab sofort sollen gewöhnliche Gäste das Hotel für ihren Urlaub bewohnen. Nach dem Gewinn des Weltmeister-Titels müsste das einfach sein. Denn die Spieler lobten den Ort. „An der Pool-Landschaft und der Bar kommen die Spieler immer wieder zusammen“, schwärmte beispielsweise Benedikt Höwedes.

Die Gemeinde fand das Geld nicht

Brasilianische Medien berichteten, dass das deutsche WM-Hauptquartier den Behörden Geld schulde. Am 30. Juni hätten die beiden deutschen Manager Christian Hirmer und Kay Bakemeier die erste von fünf Raten der Umweltsteuer bezahlen sollen. Doch die 60.000 Real (umgerechnet 20.046 Euro) seien nie bei der Gemeinde angekommen. Die Behörden suchten deshalb die beiden Adressen auf, welche in den Unterlagen als Geschäftssitz der beiden Firmen angegeben sind. Doch dort fanden sie keine Unternehmenssitze vor. Sie überlegten, den nächsten Schritt einzuleiten: Die Pfändung von Teilen des Campo Bahia.

Betreiber wehren sich

Die Betreiber wehren sich jetzt gegen diesen Vorwurf. Der Scheck sei korrekt eingelöst worden, jedoch hätte die Behörde die Zahlung nicht gefunden. Nach einem anschließenden Gespräch haben sich beide Parteien einigen können und auch die vermeintliche Nicht-Zahlung der Steuern wurde als Behördenirrtum herausgestellt.