Noch lächerliche 185 Tage bis zum Triumphzug der deutschen Mannschaft bei der Fußball-WM 2010 in Südafrika. Ich persönlich bin schon ganz aufgeregt und habe meine „Fetzen-Flaggen“ (nächstes Jahr sollte ich meine Deutschland-Auto-Flaggen vielleicht aus einem etwas robusterem Material kaufen) wieder zusammen geflickt und als Übung an den Weihnachtsbaum gehängt. Dementsprechend gespannt saß ich vor dem Fernseher, als am Freitag die große Gruppenauslosung in Kapstadt stattfand. Und mal ganz ehrlich, das Glück war auf unserer Seite! Ghana, Australien und Serbien – nicht gerade die größten Fußballnationen, die es zu schlagen gilt. Trotzdem ist Vorsicht geboten, denn zu unterschätzen ist keiner der Gegner. Genau aus diesem Grund habe ich mir die Herausforderer einmal genauer angeschaut:

 

Serbien

Zu den großen Fußballnationen der Welt kann sich Serbien nicht zählen. Das Land, das vor 2006 noch mit dem Staat Montenegro verbunden war, ist eher dabei ein beliebter Ort für Wintersportfans zu werden. Die Skipisten im Jahorina-Gebirge dienten schon 1984 als Austragungsstätte der Olympischen Winterspiele. Nicht zu verachten ist jedoch der Fakt, dass Serbien im September diesen Jahres bis auf Platz 13 in der FIFA-Weltrangliste vordringen konnte. Zu dieser Zeit teilte sich Deutschland den vierten Platz mit noch-Weltmeister Italien. Ein guter Vorsprung, der jedoch auch einzuholen ist, denn der neue Nationalstolz scheint wohl das serbische Team zu beflügeln. Ob die Serben ihre Fußballschuhe lieber endgültig gegen Skier tauschen sollten, entscheidet sich am 18. Juni in Nelson Mandela Bay/Port Elizabeth im Spiel gegen die deutsche Mannschaft.

Ghana

Immerhin schaffte es die ghanaesische Elf vor vier Jahren bei der WM in Deutschland bis ins Achtelfinale, was eine beachtliche Leistung darstellt, wenn man bedenkt, dass sich das Land zum ersten Mal für eine Fußball-WM qualifiziert hatte. Mit dem Heim(kontinent-)vorteil im nächsten Jahr, sollte Ghana also nicht unterschätzt werden. Die ehemalige deutsche Kolonie liegt nur ca. 500 Kilometer vom Äquator entfernt, was den Einwohnern das ganze Jahr über tropisches Klima beschert. Da im Juni in Südafrika jedoch Winter ist, sollte das ein Vorteil für die deutsche Mannschaft sein, die ein eher gemäßigtes Klima gewohnt ist. Bleibt zu hoffen, dass die Ghanaesen am 23. Juni im Spiel gegen Deutschland in Johannesburg Schal und Mütze zu Hause vergessen haben und vor lauter Frieren den Ball nicht treffen.

Australien

Denkt man an Australien, denkt man an Koalabären auf Eukalyptusbäumen, Ureinwohner, die auf ihrem Didjerido spielen und durchtrainierte Surfer, die die hohen Wellen des Pazifischen Ozeans bezwingen – aber nicht an Fußball. Das kommt der deutschen Mannschaft natürlich gerade recht: In Australien ist Fußball eher eine Randsportart, die zwar an Beliebtheit gewinnt, jedoch der Kontinent es wohl noch nicht mit einer Fußballnation wie Deutschland aufnehmen kann. Dass Australien auf der Südhalbkugel liegt, wo im Sommer Winter ist, kann den Aussis nur zum Vorteil werden, da sie fast exakt das südafrikanische Klima gewohnt sind. Das wird sich am 13. Juni in Durban herausstellen, wenn die deutsche Mannschaft beim ersten Spiel der Gruppe D auf Australien trifft. Zu hoffen ist, dass der Ball wie ein Bumerang immer wieder ins australische Tor zurück kommt.

Alles in allen sollte sich der internationale Fußball nur an die alten Fußballweisheiten halten: Das Runde muss ins Eckige – nach dem Spiel ist vor dem Spiel – Mailand, Madrid, Hauptsache Italien – ein Spiel dauert 90 Minuten – und am Ende gewinnt immer Deutschland.

Serbien

Zu den großen Fußballnationen der Welt kann sich Serbien nicht zählen. Das Land, das vor 2006 noch an dem Staat Montenegro angeschlossen war, ist eher dabei ein beliebter Ort für Wintersportfans zu werden. Die Skipisten im Jahorina-Gebirge dienten schon 1984 als Austragungsstätte der Olympischen Winterspiele. Nicht zu verachten ist jedoch der Fakt, dass Serbien im September diesen Jahres bis auf Platz 13 in der FIFA-Weltrangliste vordringen konnte. Zu dieser Zeit teilte sich Deutschland den vierten Platz mit Italien. Ein guter Vorsprung, der jedoch auch einzuholen ist, denn der neue Nationalstolz scheint wohl auch das serbische Team zu beflügeln. Ob die Serben ihre Fußballschuhe lieber endgültig gegen Skier tauschen sollten, entscheidet sich am 18. Juni in Nelson Mandela Bay/Port Elizabeth im Spiel gegen die deutsche Mannschaft.

Ghana

Immerhin schaffte es die ghanaesische Elf vor vier Jahren bei der WM in Deutschland bis ins Achtelfinale, was eine beachtliche Leistung darstellt, wenn man bedenkt, dass sich das Land zum ersten Mal für eine Fußball-WM qualifiziert hat. Mit dem Heim(kontinent-)vorteil im nächsten Jahr, sollte Ghana also nicht unterschätzt werden. Die ehemalige deutsche Kolonie liegt nur ca. 500 Kilometer vom Äquator entfernt, was den Einwohnern das ganze Jahr über tropisches Klima beschert. Da im Juni in Südafrika jedoch Winter ist, sollte das ein Vorteil für die deutsche Mannschaft sein, die ein eher gemäßigtes Klima gewohnt ist. Bleibt zu hoffen, dass die Ghanaesen am 23. Juni im Spiel gegen Deutschland in Johannesburg Schal und Mütze zu Hause vergessen haben und vor lauter Frieren den Ball nicht treffen.

Australien

Denkt man an Australien, denkt man an Koalabären auf Eukalyptusbäumen, Ureinwohner, die auf ihrem Didjerido spielen und durchtrainierte Surfer, die die hohen Wellen des Pazifischen Ozeans bezwingen – aber nicht an Fußball. Das kommt der deutschen Mannschaft natürlich gerade recht: In Australien ist Fußball eher eine Randsportart, die zwar an Beliebtheit gewinnt, jedoch der Kontinent es wohl noch nicht mit einer Fußballnation wie Deutschland aufnehmen kann. Dass Australien auf der Südhalbkugel liegt, wo im Sommer Winter ist, kann den Aussis nur zum Vorteil werden, da sie fast exakt das südafrikanische Klima gewohnt sind. Das wird sich am 13. Juni in Durban herausstellen, wenn die deutsche Mannschaft beim ersten Spiel der Gruppe D auf Australien trifft. Zu hoffen ist, dass der Ball wie ein Bumerang immer wieder ins australische Tor zurück kommt.

Alles in allen sollten der internationale Fußball sich an die alten Fußballweisheiten halten: Das Runde muss ins Eckige, nach dem Spiel ist vor dem Spiel, Mailand, Madrid, Hauptsache Italien, ein Spiel dauert 90 Minuten und am Ende gewinnt immer Deutschland.