Das wär’s doch! Urlaubsgebieten, die wegen des Wetters über sinkende Gästezahlen klagen, kann jetzt endlich geholfen werden. Die Chinesen machen es uns dieser Tage vor – auch wenn sie noch etwas üben müssen. Ein paar Tonnen Chemikalien in die Wolken geschossen und schon ist die Landschaft  mit Schnee überdeckt (hier gelesen). Ist zwar etwas schiefgelaufen, da es die Hauptstadt Peking traf und dabei gleich 200 Flüge ausfielen. Außerdem wurde  ein Verkehrschaos verursacht und die Leute bibberten vor Kälte. Das Politbüro für Wetterfragen hatte nämlich völlig vergessen, dass die Heizperiode erst am 15. November beginnt. Okay, okay! Das Amt für Wetterbeeinflussung hat jedoch schon einmal erfolgreich die dunklen Wolken über Peking einfach weggeschossen.Das bringt mich auf völlig andere Gedanken.

Wir können uns also das Wetter selbst machen. Hier unten am Feldberg klagen doch die Liftbetreiber schon lange über die fehlenden Winter. Ein Schuss nach oben und die Schneekanonen können zu Gulaschkanonen abgerüstet werden. Punktgenau ließe sich in den Bergen auch die Saison umschalten. Wie auf Knopfdruck. Dann heißt es: „Oh, sorry, Ihre geplante Wanderung durch den Herbstwald können sie leider nur bis 15. November buchen. Am 16. schalten wir um auf weiße Pracht, da können Sie dann Ski fahren.“ Die Menschen am Bodensee klagen jetzt wieder über den Nebel. Rumms, ein Schuss und die Sonne strahlt. Die Touristiker an der Nord- und Ostsee wünschen sich für ihre Sommersaison garantierten Sonnenschein. Kein Problem! Rumms, ein paar Schüsse und der Badeurlaub ist perfekt.

Der Pauschalurlaub mit garantiertem Wetter. Vor Saisonbeginn schicken die Touristiker eine Bestellliste an – na, am besten an die Bundeswehr, denn das ist ja eine echte Friedensmission! Im bald verkürzten Wehrdienst wird uns unser Urlaub zurechtgeschossen. HolidayCheck bietet dann in seinem Buchungsportal neben dem Wunschflughafen, der Wunschreisezeit auch noch das Wunschwetter an. Sollten dann im Winter in einem Gebiet mehr Wanderer als Skifahrer buchen, kann man sogar noch kurzfristig nach Bedarf umschalten. Last Minute reagiert auf Kundenwunsch(wetter).

Nur – zu erzählen haben wir nach dem Urlaub weniger, wenn wir das Wetter schon vorher kennen. Wetter ist nun einmal Gesprächsthema Nummer 1. Und obendrein lässt sich so schön über die Vorhersagen der Meteorologen lästern  …