Wasser ist das Elexier des Lebens. Es verwandelt Wüsten in Oasen und hat die Macht, ganze Landstriche zu zerstören. Aber Wasser ist vor allem auch eins: Grundnahrungsmittel Nr.1. Es ist in scheinbar unendlicher Menge vorhanden – und dennoch gibt es Gegenden auf der Welt, in denen sauberes Wasser das kostbarste Gut ist. Besonders die schnell wachsenden Städten der Entwicklungsländer haben zu wenig Trinkwasser für die rasch zunehmende Bevölkerung.Der heutige Weltwassertag hat daher das Motto: „Wasser in der Stadt“. Wir ergreifen diese Gelegenheit, um uns Gewässer unserer Erde und ihre Bedeutung im Kampf gegen die Zerstörung der Umwelt anzuschauen:

Kaspisches MeerDas Kaspische Meer
Mit 423.300km² ist es der größte Binnensee der Erde. Seine Ufer grenzen an Russland, Kachsachstan, Turkmenistan, Iran und Aserbaidschan. Der ursprüngliche Name war Kaspisee, aufgrund der Größe und des hohen Salzgehaltes wurde es allerdings in Meer umbenannt. In den letzten Jahren kam es immer wieder zu gewaltigen Überschwemmungen, über 2 Millionen Hektar Land wurden bereits überflutet. Wissenschaftler rechnen mit einem Anstieg des Meeresspiegels von über 40 Meter. Schon jetzt mussten die ersten Siedlungen und Industrieanlagen umgesiedelt werden.

Assuan StauseeDer Assuan-Stausee
14 Jahre hat der Bau des großen Assuan-Staudamms gedauert –  1978 wurde der 4 km lange, 40 Meter dicke und 111 Meter hohe Damm fertig gestellt. Für den Bau mussten zahlreiche Siedlungen umplaziert werden. Es wurde sogar die weltberühmte Tempelanlage Abu Simpel abgebaut und an anderer Stelle neu errichtet. Obwohl die Quelle des Nils im afrikanischen Gebirge liegt, nimmt er erst nach dem Passieren des Stausees seine gewaltige Form an. Heute spielt der Staudamm eine wichtige Rolle in der Stromversorgung ganz Ägyptens.

Titicaca SeeDer Titicaca-See
Südamerikas größter Süßwasser-See liegt auf 3810 Metern und ist Wasserspender für gleich zwei Länder: Bolivien und Peru. Der höchste schiffbare See der Welt ist knapp 200 km lang und 65 km breit. Viele kleine und große Inseln bergen historische Schätze aus der Inka-Zeit. Leider ist auch dieser See vom Klima-Wandel betroffen: Umweltbehörden berichten, dass der Pegel des Sees stetig sinkt. Sollte der Pegel weiter fallen, wird es zu Einschränkungen der Wasserressourcen kommen. Außerdem besteht eine Gefährdung für den Fischbestand.

AmazonasDer Amazonas
Über mehr als 6.448 km schlängelt sich der Amazonas durch Südamerika. Er ist der mit Abstand wasserreichste Fluss der Erde und führt mehr Wasser als die sieben nächstkleineren Flüsse zusammen. Wie der Regenwald des Amazonas-Gebietes leidet auch das Gewässer unter dem Einfluß der Entwicklung. In den vergangenen Jahren haben Goldgräber unzählige Tonnen Quecksilber in den Fluß geleitet, was zu einer zunehmenden Verschmutzung geführt hat. Vor einigen Jahren kam es zusätzlich zu einer großen Dürre, die das biologische Gleichgewicht bedenklich verändert hat.

BaikalseeDer Baikalsee
„Heiliges Meer“, „Brunnen des Planeten“, „Perle Sibiriens“ – der Baikalsee in Russland hat viele Namen. Mit 25 Mio. Jahren ist er der älteste See der Welt, noch dazu der tiefste: Mehr als 1,6 km misst die tiefste Stelle. Das Ökosystem ist einmalig – mehr als 2500 Tierarten leben in der Uferzone des Sees, zwei Drittel sind einmalig auf der Welt wie z.B. die Baikal-Robbe oder der lachsähnliche Omul. Aufgrund seiner Einzigartigkeit genießt er den Status als UNESCO-Weltnaturerbe. Dennoch wird die Region zunehmend durch Industrialisierung, Übersiedlung und exessive Fischerei bedroht.