HAMEtwa 90 Prozent der Mitarbeiter der Firma AHS haben heute am Hamburger Flughafen ihre Arbeit niedergelegt. Die Gewerkschaft ver.di wollte mit dem zweiten Warnstreik ihre Forderung nach mehr Lohn für die Beschäftigten durchsetzen. Fluggäste spürten von dem eingeschränken Betrieb wenig.

Eine Flughafensprecherin teilte dem NDR mit, dass der größte Teil der Maschinen pünktlich gestartet sei. Lediglich ein Flugzeug habe eine halbe Stunde später als geplant abgehoben. Zwar habe es zu Streikbeginn noch lange Warteschlangen gegeben, diese seien jedoch im Laufe des Morgens schnell abgebaut worden.

Ungewöhnlich: Die Manager der Firma saßen während des Streiks selbst am Check-In und vergaben Sitzplätze sowie Gepäckanhänger. An den Gates übernahmen zum Teil Piloten der Airlines die Überprüfung der Bordkarten, um größere Verzögerungen zu verhindern.

Die Gewerkschaft fordert für die mehr als 300 AHS-Beschäftigten 1,50 Euro mehr Lohn pro Stunde. Derzeit gebe es sogar noch Beschäftigte, die weniger als 8,50 Euro pro Stunde verdienten, berichtet der NDR auf seiner Website. Das Unternehmen AHS sieht bisher keinen Spielraum für Lohnerhöhungen. Man stehe selbst unter großem Preisdruck, deshalb habe niemand in der Branche etwas zu verteilen, hieß es beim ersten Streik Anfang August.