Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch

Auch wenn es so aussieht, ich habe nicht einfach blindlings auf meine Tastatur gehämmert. Dieses Konsonantengeflecht ist tatsächlich der Ortsname eines kleinen Städtchens im Norden Wales. Mit 58 Buchstaben (und gefühlten zwei Vokalen!) trägt das 3000-Seelen-Örtchen den längsten Ortsnamen Europas.Laut Wikipedia lautet die Bedeutung von Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch
wie folgt: „Marienkirche in einer Mulde weißer Haseln in der Nähe eines schnellen Wirbels und in der Gegend der Thysiliokirche, die bei einer roten Höhle liegt“. Warum denn nicht immer so präzise? Das war eben der Routenplaner des 19. Jahrhunderts.

Um einen Systemabsturz ohne Wiederkehr zu vermeiden, sollte man es lieber unterlassen, den Namen in sein Navi einzugeben! Oder ihn auch nur selber aus zu sprechen … und demjenigen, der sich trotz meiner Warnung an das wagemutige Vorhaben herantrauen will, empfehle ich zunächst einen Intensivkurs der kymrischen Sprache, einen mehrmonatigen Kurs im Zungenverrenken und zehn Liter Guinness. So muss der Name wohl auch entstanden sein.

Auf alle Fälle hat dieser Name den kleinen unscheinbaren Ort zu dem wohl bekanntesten Plätzchen Erde in Wales gemacht, zu dem jährlich tausende Touristen hinpilgern, nur um sich unter dem Bahnhofsschild ablichten zu lassen. Andere Merchandising-Artikel wird es auch sicher weniger geben, man bräuchte wenigstens fünf Meter Stoff und tausend Liter Tinte (naja, oder so ähnlich), um einen Satz wie „I love Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch“ auf ein T-Shirt drucken zu können oder statt einer Tasse mit dem Namensschriftzug, ein ganzes Kaffeeservice, das einen beim allmorgentlichen Frühstücksritual an seinen Besuch erinnert. Also einfach die DigiCam auf Panorama einstellen (jetzt wissen wir auch endlich, wozu diese Funktion nützlich ist) und drauf losklicken.

Und als Beweis, dass es diesen Ort auch wirklich gibt, hier mein (Panorama-) Bild vom Bahnhof:

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