Der ein oder andere von euch wird diese Szene leider schon mal erlebt haben: Man ist kurz nicht aufmerksam oder lässt sich in ein Gespräch verwickeln und schwupps fällt einem hinterher auf, dass ein viel zu hoher Betrag auf der Rechnung stand. Besonders in den Urlauberhochburgen herrscht während der Urlaubszeit Hochbetrieb bei Trickbetrügern, die unaufmerksame Touristen um ihr hart verdientes Geld abzocken. Damit ihr im Urlaub wisst, worauf ihr ganz besonders achten müsst, stellen wir euch die gängigsten Abzocktricks und Touristenfallen vor.

AbzockeWechsel-Trick

Fremde Währung, unbekannte Scheine – das kann schon mal verwirren. Das wissen auch Trickbetrüger, die Touristen auf der Straße ansprechen und um Wechselgeld bitten. Dem hilfsbereiten Touristen wird dann aber ein kleinerer, ähnlich aussehender Schein untergejubelt. Deshalb das Geld nicht zu schnell aus der Hand geben!

AbzockeKreditkarten-Trick

Es ist so einfach: Die Kreditkarte wird schnell rübergeschoben, um die Rechnung bargeldlos zu bezahlen. Was der Betrogene nicht weiß: Der Magnetstreifen seiner Karte wurde kopiert. Deshalb alle Belege und Abrechnungen aufheben und gegebenenfalls nach dem Urlaub unrechtmäßige Belastungen dokumentieren zu können.

AbzockeTrinkgeld-Abzocke

Übereifrige Bedienungen schlagen manchmal etwas mehr auf die Rechnung, um sich die Kasse aufzubessern. Meist ist dann per Hand am Ende der Rechnung ein Betrag ergänzt. In der Türkei verkauft man das gerne als „Tax“, in Italien als Servicegebühr. Das ist ganz üble Abzocke! Oft ist das Trinkgeld in der Rechnung nämlich bereits inklusive und als „Coperto“ oder „Service Charge“ aufgeführt. Den handgeschrieben Betrag einfach beim Zahlen ignorieren.

AbzockeInternet-Trick

Keinen eigenen Computer im Urlaub dabei: Also schnell mal in die öffentliche Surfecke des Hotels oder ins Internetcafé. Wenn ihr den Platz verlasst, achtet darauf, euch ordentlich auszuloggen, abzumelden, lokale Speicher und Caches zu leeren. Sonst ist es eine Leichtigkeit für Fremde an persönliche Daten und gesicherte Seiten zu kommen.

AbzockePannen-Trick

Ein Fahrzeug überholt auf der Autobahn. Darin sitzen Leute, die wild gestikulieren. Sie wollen angeblich darauf hinweisen, dass an eurem Auto etwas nicht stimmt. Stoppt erst, wenn ein Parkplatz mit anderen Menschen darauf in der Nähe ist. Sonst kann es sein, dass ihr bald ohne Auto und Wertsachen an der Straße steht.

AbzockeTimesharing-Abzocke

Eine ganz fiese Art der Abzocke: Urlaub wann man will, so oft man will – das ganze Jahr. Dies und mehr versprechen Drückerkolonnen, die unbedarfte Urlauber an Ferienorten bequatschen. Für bis zu €4000 kann man sich ein Wohnrecht in Ferienimmobilien erkaufen. Doch die Anzahlung ist das meist nicht wert: Ein Wohnrecht besteht zwar irgendwo, doch oft darf man nicht genau dort hin, wo man will und schon gar nicht in Zeiten, zu denen normale Menschen Urlaub machen.

AbzockeTaxi-Trick

Ein kleiner Umweg, der falsche Tarif, versteckte Extrakosten – die Liste der Taxitricks ist reich. Deshalb besser vorher informieren, was eine Fahrt kosten kann. Wertvolle Infos geben der Rezeptionist, Einheimische oder das HolidayCheck Reiseforum. In den meisten Taxis müssen übrigens auf Verlangen Preislisten ausgehändigt werden.

AbzockeZoll-Trick

Der feine Orientteppich wurde ordnungsgemäß in fernem Lande bezahlt, liegt als Erinnerung im Wohnzimmer und erfreut seinen Besitzer. Bis ein Brief eintrudelt: Er erklärt, dass der Teppich nie ordnungsgemäß versteuert wurde, droht mit Staatsanwalt und saftiger Strafe! Retten kann man sich jetzt nur, wenn ein größerer Betrag auf ein bestimmtes Konto einzahlt wird. Natürlich ist das Abzocke: Diese Summe solltet ihr niemals überweisen.

AbzockeTausch-Trick

Die Mitleidstour wird bei diesem Abzock-Trick bemüht: Ein offensichtlich ganz aufgeregter Passant sucht sich einen Urlauber aus. Er erzählt ihm die Geschichte vom verlorenen oder geklauten Geldbeutel und dass er dringend etwas Geld braucht. Natürlich nicht geschenkt, sondern im Tausch gegen vermeintlich wertvollen Schmuck. Der hat aber höchstens Blechwert – und der Tourist den Schaden.

AbzockeAutomaten-Trick

„Skimming“ (Datenklau) ist eine der fiese und meistgestellte Abzocke für Touristen. An Bankautomat oder Eingangskontrolle zur Bank werden Aufsätze am Kartenschlitz montiert. Sie lesen und kopieren die Daten der Karte. Mit zusätzlichen Kameras werden Geheimnummern ausgespäht. Zuhause ist die Katastrophe auf dem Bankauszug sichtbar: Leergeplünderte Konten. Deshalb bei der Eingabe der PIN immer eine schützende Hand über die Tastatur halten.

Wurdet ihr im Urlaub schon einmal abgezockt? Was ist euch passiert?