Wo einst das Leben blühte, ist heute weit und breit keine Menschenseele mehr zu sehen! Weltweit gibt es viele verlassene Orte mit verfallenen Häusern und zurückgebliebene Erinnerungen. Ob Naturkatastrophen oder Kriege – die Gründe für die Einwohnerflucht sind oft tragisch. Ich präsentiere euch heute 10 verlassene Orte, die ihre besten Zeiten schon längst hinter sich haben.

Verlassene Orte

Varosia / Zypern

Kaum vorzustellen, dass dies bis 1974 eines der beliebtesten Reiseziele am Mittelmeer war! Mit dem Einmarsch der Türken im gleichen Jahr wurde das Land geteilt und zahlreiche Zyprioten flohen. Das türkische Militär sperrte das gesamte Gebiet mit Stacheldraht ab und machte die Hoffnung auf Rückkehr zunichte. Auch heute ist der Zutritt noch verboten!

Verlassene Orte

Balestrino / Italien

Verträumt und idyllisch wirkt dieses Örtchen im Nordwesten des Landes. Doch der Anblick täuscht, denn seit 50 Jahren ist der Ortskern verlassen und kaum zugänglich. Grund waren zahlreiche Erdbeben im Laufe des 19. Jahrhunderts. Ein Großteil der ehemals 800 Einwohner verließ die Region, andere siedelten in einem Tal im Westen des Zentrums.

Verlassene Orte

Kolmanskuppe / Namibia

Wer hätte gedacht, dass hier einst das blühende Leben herrschte? Ein Diamantenfund im Jahr 1908 sorgte für einen raschen Bevölkerungszuwachs. So lebten zeitweise 400 Menschen in dem Ort im damaligen Deutsch-Südwestafrika. Nachdem der Diamantenabbau im Jahre 1930 eingestellt wurde, verließen die Bewohner den Ort und überließen ihn der Namib-Wüste.

Verlassene Orte

Rhyolite / USA

Nur eine Stunde nordwestlich von Las Vegas liegt diese Geisterstadt. Vom Goldrausch angezogen, bevölkerten zu Hochzeiten über 10.000 Einwohner den Ort. 50 Minen, Schulen, 20 Hotels und eine Oper besaß die damalige Kleinstadt. Bereits fünf Jahre nach dem ersten Goldfund war das Vorkommen fast ausgeschöpft. Im Jahre 1919 war es dann soweit: Das Postamt schloss und der letzte Einwohner verließ die Stadt.

Verlassene Orte

Fengdu / China

„Stadt der Geister“ wurde dieser Ort am Ufer des Yangtse-Flusses genannt. Den Namen erhielt er aufgrund der zahlreichen Tempelanlagen, die während der Han-Dynastie erbaut wurden. Gegen Geld konnten „Himmelspässe“ oder Wundermittel gegen Geister erworben werden. Mit der Errichtung des Drei-Schluchten-Staudamms war die Tempelstadt dem Untergang geweiht. Im Jahre 2007 wurde sie komplett überflutet – heute ragen bloß noch ein paar wenige heilige Stätten aus dem Wasser empor.

Verlassene Orte

Kayaköy / Türkei

Früher hieß dieser Ort Levissi und wurde von griechischen Bauern bewohnt. Bis 1922 lebten 25.000 Menschen in den Steinhäusern. Nach dem türkisch-griechischen Krieg gehörte die Region zur Türkischen Republik und so mussten die Griechen in ihr Heimatland auswandern. Die 3.500 gut erhaltenen Hausruinen stehen heute unter Denkmalschutz und können von Touristen besichtigt werden.

Verlassene Orte

Coles Bay / Norwegen

Wo früher reger Betrieb herrschte, ist heute tote Hose. Bis vor 50 Jahren wurden in dem ehemaligen russischen Hafen die Kohletransporte aus der Mine Grumant entladen. Seit 1961 ist die Gegend verlassen und die Gebäude größtenteils verfallen. Ganz menschenleer ist es jedoch nicht: Organisierte Schneemobil-Touren bringen interessierte Reisende in die verlassene Siedlung.

Verlassene Orte

Mogollon / USA

Tausende Einwohner zählte die Stadt in New Mexiko Ende des 19. Jahrhunderts. Das große Gold-und Silbervorkommen hatte zahlreiche Bewohner angelockt. Mit der Zeit fielen die Edelmetallpreise und zwangen die Menschen, die Ortschaft zu verlassen. Im Jahre 1952 wurde dann die letzte Mine geschlossen. Eine kurze Wiederbelebung erfolgte 1973: Das Dorf diente als Kulisse für den Italo-Western „My name is nobody“.

Verlassene Orte

Prypjat / Ukraine

Mit dem Bau des Kernkraftwerks Tschernobyl wurde die Arbeiterstadt gegründet. Nur vier Kilometer vom Kraftwerk gelegen, war sie nach der Reaktorkatastrophe am 26. April 1986 komplett kontaminiert. Die 50.000 Einwohner mussten sofort fliehen und ließen alle ihre Habseligkeiten zurück. Aufgrund der steigenden Anfragen von Reisenden, werden heute Touren in den Ort angeboten. Vorsicht: Mundschutz nicht vergessen!

Verlassene Orte

Hashima-Insel / Japan

„Kriegsschiff-Insel“ wird sie genannt, da sie aus größerer Entfernung genauso aussieht. 1887 kaufte die Firma Mitsubishi die Plattform, um Kohle abzubauen. Über 5000 Werksangestellte lebten in der Blütezeit des Bergbaus auf der Insel. Dazu gab es ein Krankenhaus, Tempelanlagen, eine Polizeistation, ein Postamt und zahlreiche Geschäfte. Seit die Anlage 1974 geschlossen wurde, steht die Insel leer.