Weil sich der US-Kongress noch immer nicht auf einen Haushalt einigen konnte, bleiben weiterhin Nationalparks, Museen sowie andere touristische Einrichtungen in den USA geschlossen. Erste Veranstalter bieten nun kostenlose Stornierung für deutsche Reisende an.

Haushaltsstreit beeinträchtigt viele USA-Reisen

Haushaltsstreit beeinträchtigt viele USA-Reisen

Kunden von Dertour, Meier´s Weltreisen und ADAC Reisen ist es möglich, USA-Rundreisen kostenfrei umzubuchen oder sogar zu kündigen. Dies gilt für anstehende Pauschalreisen mit einem Reiseantritt vor dem 14. Oktober.
Laut Reiserechtler Paul Degott aus Hannover, sei dies „ein klassischer Fall von höherer Gewalt“. Wer also eine US-Reise gebucht hat, die nun wegen des Government-Shutdown stark beeinträchtigt ist, hat laut Degott das Recht ein darauf, vom Vertrag mit dem Veranstalter zurückzutreten – ohne dafür Stornogebühren zu zahlen. Dies trifft laut Degott zu, wenn mindestens die Hälfte der geplanten Aktivitäten ausfällt.

Bei TUI war man sich am Donnerstag noch nicht sicher, ob kostenlose Stornierungen angeboten werden sollen. „Inwiefern Rundreisen von uns tatsächlich so erheblich betroffen sind, das prüfen wir jetzt“, sagte eine Sprecherin. Thomas Cook gab an, im Einzelfall zu entscheiden, ob der Kunde die ganze Rundreise kostenlos kündigen kann.

Aber eines gilt weiterhin für alle USA-Reisenden: Ist eine Besuch am Grand Canyon oder der Freiheitsstatue als Teil einer Pauschalreise geplant, bekommt man bei den meisten Veranstalter ohnehin das Geld zurück.