Die meisten von uns verreisen in der Hauptsaison – deshalb heißt sie ja auch so. Im Sommer ist das Wetter vorhersehbar, die Sehenswürdigkeiten haben alle geöffnet und der Veranstaltungskalender ist gut gefüllt. Wer zeitlich flexibel ist, sollte trotzdem eine Reise in der Nebensaison erwägen. Unsere Reiseexperten nennen fünf Gründe, die für einen Frühlingsurlaub sprechen.

 

1. Attraktive Preise und Upgrades

Um ihre Unterkünfte nicht nur im Sommer auszulasten, werben Hoteliers in der Nebensaison mit reduzierten Angeboten um Urlauber. „Oft liegen die Preise 25 bis 30 Prozent unter denen der Hauptsaison“, sagt Claudia Haller. Ihr Tipp: Manche Hotels bieten kostenfreie Upgrades an. „In diesen Fällen bezahlt man den Preis für eine niedrigere Zimmerkategorie, erhält aber ein besser ausgestattetes Zimmer.“ Flüge sind in der Nebensaison ebenfalls billiger. Doch garantiert sind günstige Preise abseits der Sommerzeit nicht. „Feiertage oder besondere Veranstaltungen können die Preise ansteigen lassen. Das sollte man rechtzeitig checken.“ Die Expertin empfiehlt hierfür die Sparschwein-Funktion auf www.holidaycheck.de. Nutzer sehen dort zum Beispiel, welche Abflugtage und Flughäfen am günstigsten sind. Wer die einzelnen Bausteine für seinen Urlaub nicht selbst recherchieren möchte, liegt auch in der Nebensaison mit Pauschalreisen richtig. Für Regionen wie die türkische Riviera gilt: 35 bis 40 Prozent Ersparnis sind für Pauschalurlauber drin.

 

2. Tolle Auswahl bei den Reisezielen

Alpen, Griechenland oder Südafrika: Viele Nah- und Fernziele entfalten derzeit ihren ganz eigenen Charme. Auf den griechischen Inseln locken die leeren Strände erste Badegäste. Die Kykladen etwa haben im Mai schon Wassertemperaturen von 19 Grad zu bieten. „Zwar sind weniger Fähren unterwegs als in der Hauptsaison, aber man bekommt darauf garantiert einen Platz – anders als im Sommer“, nennt Claudia Haller einen Vorteil für Frühjahrsreisende. In den Alpen lässt es sich nach Ende der Skisaison bestens wandern. Die Wildblumen blühen und nach der Schneeschmelze stürzen überall Wasserfälle ins Tal. Einige Hotels schließen, in den anderen purzeln die Preise. In Südafrika, auf der anderen Hälfte der Erdkugel, ist von März bis Mai Herbst. Dann herrschen dort milde Temperaturen und die Natur beeindruckt mit einem besonders schönen Farbenspiel.

 

3. Auch für Kurzentschlossene

Beliebte Hotels, die zur Hauptsaison lange im Voraus gebucht werden müssen, sind in der Nebensaison meist auch kurzfristig zu haben. „Last-minute-Urlauber erhalten jetzt im Frühling viel verlockendere Angebote als Kurzentschlossene zur Hauptreisezeit“, sagt die Expertin von HolidayCheck. Während zum Beispiel die Hotels „Hipotel Barrossa Garden“ und „RIU Chiclana“ an der Costa de la Luz in Spanien zu den Ferienzeiten meist ausgebucht sind, haben es Urlauber in der Nebensaison leichter, dort Zimmer zu buchen.

 

4. Schnell und entspannt ans Ziel

Ohne langes Anstehen in die Kathedrale gelangen und im Museum ganz ungestört einen Blick auf das Meisterwerk werfen ­– wer in der Nebensaison reist, hat schnelleren Zugang zu Sehenswürdigkeiten und ganz allgemein mehr Freiraum. Beim Fotografieren der schönsten Urlaubsmomente drängeln sich nicht dauernd andere Touristen mit aufs Bild. Auch Straßen und öffentliche Verkehrsmittel sind meist leerer. „Manche Sehenswürdigkeiten haben in der Nebensaison allerdings geschlossen. Hier sollten sich Reisende vorher genau informieren, bevor sie sich auf den Weg machen“, rät Claudia Haller.

 

5. Kennenlernen von Land und Leuten

Jenseits der Hauptsaison gelingt es Urlaubern viel leichter, mit Einheimischen in Kontakt zu treten. „Die Menschen, die am Reiseziel zu Hause sind, verreisen im Hochsommer entweder selbst oder gehen dem Ansturm anders aus dem Weg“, sagt Claudia Haller. Und auch diejenigen, die im Tourismus arbeiten, wie der Eisverkäufer oder der Museumsmitarbeiter, können sich in der Nebensaison mehr Zeit nehmen. „So erhält man einen authentischen Eindruck vom Reiseziel“, sagt die Reiseexpertin von HolidayCheck.