KopfkissenFlüge haben Verspätung, werden verschoben oder fallen sogar ganz aus. Wer das erst am Flughafen erfährt, kommt um eine Runde Schlaf im Terminal nicht herum – früher ein Ärgernis, heute im Trend.

Der Grund: Schlaf-Boxen, so genannte Napcabs oder Sleepboxes. Die japanischen Mini-Zimmer starten derzeit in Europa voll durch. Vorbei die Zeiten, in denen Passagiere ihr Nickerchen auf einem Sitz im Wartesaal machen mussten. Die Schlafkabinen versprechen stressfreie Entspannung. Erfunden wurde das Konzept laut Focus Online von den Japanern Ende der 70er Jahre, rund 30 Jahre später erobern die Schlafkisten Asien und Europa. Die „Mutter aller Kapselhotels“, 1979 eröffnet, befindet sich im japanischen Osaka. Und es ist immer noch in Betrieb. Das gilt auch für die allerersten Nachahmer in China und Polen.

Im Halbjahrestakt eröffnen die „Stundenhotels“ in Amsterdam, London und München. Die Pluspunkte liegen auf der Hand: Die Minizimmer sind zwar meist nur einige Quadratmeter groß, was für wenige Stunden völlig ausreicht, dafür sind sie schalldicht und bieten Bett, Flat-Screen, Klimaanlage und WLAN-Zugang. Am Amsterdamer Airport Schiphol befinden sich die Boxen im Hauptterminal nahe dem Pier D und werden per Kreditkarte bezahlt: Einzelzimmer kosten 45 Euro, Doppelzimmer 65 Euro. Jede weitere Stunde macht zehn Euro extra. Die Mietdauer beträgt mindestens vier (und maximal 24) Stunden.