Sonnenuntergänge, Sehenswürdigkeiten und Selfies – diese Motive sind die Evergreens der Urlaubsfotografie. Und doch unterscheiden sich die Fotos in den Urlaubsalben. Denn wie genau die Bilder geknipst werden, ist Typsache. Wir stellen euch fünf typische Urlaubsfotografen vor, denen ihr garantiert schon einmal begegnet seid und geben Tipps, mit denen das perfekte Foto gelingt.

 

Platz 1: Der Praktische

Typologie der Urlaubsfotografen: 01 Der Praktische Quelle_HolidayCheck AG

„Bitte lächeln!“ Der Praktische

Kompakt, leicht und ohne technische Spielereien: Wer beim Fotografieren praktisch denkt, knipst zumeist mit Digitalkamera. Dabei ist dem Praktischen vor allem dran gelegen, eine Atmosphäre reinster Harmonie abzubilden. „Schatz, stell’ dich doch mal vor die Kirche!“ oder „Tim, leg’ doch mal den Arm um deine Schwester!“, fordert dieser Fotografen-Typ seine lebenden Motive gerne auf. Tipp für die, denen immer gleiche Aufnahmen langweilig werden: Schaut, was andere Urlauber fotografieren und macht es nach. Zu Hause fällt das Plagiat bestimmt niemandem auf.

 

 

Platz 2: Der Profi

Typologie der Urlaubsfotografen: 02 Der Profi Quelle_HolidayCheck AG

Hoher Speicherkartenverbrauch: Der Profi

Hinter der Linse macht ihm niemand etwas vor – der Profi verreist nur mit seiner Spiegelreflex- oder Systemkamera. Nicht fehlen dürfen dabei natürlich Stative, Objektive und Blitze, die den ganzen Urlaub über tapfer mitgeschleppt werden („Ist gar nicht schwer!“). Immer auf der Jagd nach dem besten Motiv läuft der Profi allerdings Gefahr, die aufregendsten Momente nur mit einem Auge mitzuerleben. Tipp: Kamera zwischendurch mal beiseite legen und den Blick für das Hier und Jetzt öffnen. Damit am Flughafen alles reibungslos verläuft, sollten Stative im Koffer verstaut werden – sie könnten beim Sicherheitscheck ansonsten als mögliche Schlagwaffe gewertet werden. Kameras gehören dagegen ins Handgepäck.

 

Platz 3: Der Poser

Typologie der Urlaubsfotografen: 03 Der Poser Quelle_HolidayCheck AG

Das schönste Motiv bin ich: Der Poser

Die Landschaft kann noch so exotisch sein – für den Poser ist ein Foto nur dann gut, wenn er selbst darauf zu sehen ist. Ein absolutes Muss ist für ihn der Selfie-Stick. Auch die Daheimgebliebenen müssen nicht bis zur Rückkehr auf Duckface-, Spiegel- oder Pärchen-Selfies warten, denn der Urlauber postet seine Bilder sofort in sämtlichen sozialen Netzwerken. Der Haken daran: Wie der Profi bekommt auch der Poser wenig von seinem Urlaub mit. Schließlich ist er damit beschäftigt, seine Likes und Kommentare zu checken. Vor allem Reisende sollten sich informieren, ob Selfies und Selfiestangen am Zielort überhaupt erlaubt sind. So herrscht in vielen Museen inzwischen ein Selfiestangen-Verbot, um die Kunstwerke zu schützen. Auch Selfies sind mancherorts untersagt – denn einige der Poser haben sich bereits zu nah an Prominente, an religiöse Sehenswürdigkeiten oder gar an wildlebende Tiere herangewagt.

 

Platz 4: Der Abenteurer

Typologie der Urlaubsfotografen: 04 Der Abendteurer Quelle_HolidayCheck AG

Alles für das perfekte Foto: Der Abenteurer

Wer seine Erlebnisse durch die wackelnde Linse eines Action-Camcorders mitschneidet, macht sein Abenteuer für die Lieben zu Hause hautnah erlebbar. Die Radtour wird zum rasanten Off-road-Trip, der Ausritt zum Rodeo und der Katzenhai zum Seeungeheuer. Achtung: Das Bildmaterial einer dreistündigen Motorradtour später in Echtzeit zu sichten, kann das Gegenteil von Spannung bedeuten. Tipp für alle Abenteurer: Auch als klassische Fotokameras sind Action-Cams nicht zu unterschätzen. Vor allem für Weitwinkel- und Unterwasserfotos sind sie gut geeignet.

 

 

 

Platz 5: Der Sparfuchs

Typologie der Urlaubsfotografen: 05 Der Sparfuchs Quelle_HolidayCheck AG

Digitalkamera – wozu?: Der Sparfuchs

„Hauptsache günstig“ – so lautet das Motto des Sparfuchses. Deshalb greift er kurzerhand ins Drogerie-Regal mit Einwegkameras. Für ein paar Euro gibt es 27 Aufnahmen – und die knipst der sparsame Fotograf am liebsten an Orten, die er ohne Eintrittsgeld erreicht. Ist die Entfernung zum Objekt dabei allzu groß, wäre ein Zoom schon toll… Aber gut, Prinzipientreue wird beim Sparfuchs groß geschrieben. In drei Fällen erscheint der Gebrauch einer Einwegkamera tatsächlich sinnvoll: A) Man hat die „richtige“ Kamera zu Hause vergessen und greift ersatzweise auf das günstigere Produkt zurück, B) man verbringt den Urlaub vorrangig unter Wasser, denn auf diesem Gebiet sind Einwegkameras – natürlich nur die wasserfesten! – auch qualitativ eine echte Alternative, oder C) man liebt die Überraschung und das gespannte Warten bis zum Entwickeln!

 

[1] Umfrage unter 1.088 HolidayCheck Usern im Mai 2015. 53,86 Prozent fotografieren mit einer kompakten Digitalkamera, 21,97 Prozent mit einer Spiegelreflexkamera/Systemkamera, 20,05 Prozent mit einem Smartphone, 2,67 Prozent mit einem Action-Camcorder und 1,47 Prozent mit einer Einwegkamera.

 

Auch an diesen schrägen Vögeln führt im Urlaub kein Weg vorbei: Vier nervige Typen am Hotel-Buffet.