Urlauber müssen für ihre Tunesien-Ferien wieder tiefer in die Tasche greifen. Wer für den Sommer gebucht hat, bezahlte dafür im April erheblich mehr als noch vor einem Jahr. Dies zeigt unser aktuelles Urlaubspreis-Barometer.

HolidayCheck wertet für den monatlichen Preisindex die Daten von mehr als 20.000 tatsächlich gebuchten Reisen aus. Der Durchschnittspreis aller Buchungen lag im April 3,6 Prozent über Vorjahresniveau.

Die größte Preisveränderung spürten Tunesien-Urlauber. Sie mussten im Vergleich zu April 2011 fast 19 Prozent mehr für ihre Reise hinlegen. Ein zehntägiger Urlaub kostet jetzt durchschnittlich 1379 Euro statt damals 1159 Euro. Im Frühjahr 2011 trauten sich viele Urlauber nicht in das Revolutionsland, so dass die Preise damals drastisch fielen. Jetzt jedoch liegen die Preise sogar über dem Niveau vor der Jasmin-Revolution.

Die geringste Teuerungsrate unter allen Mittelmeer-Ländern hat Griechenland mit 0,2 Prozent.  Kreta-Reisen kosteten 1,7 Prozent mehr. Anderswo stiegen die Preise kräftiger: Mallorca kostete 2,6, die Türkei 3,1 und Ägypten 3,5 Prozent mehr.

Durchweg teurer wurde es auch für die Buchungen auf den Kanarischen Inseln. Das Preisbarometer zeigt für Gran Canaria ein Plus von 2,5, für Fuerteventura von 5,2 und für Teneriffa sogar ein Plus von 9,9 Prozent.

Bei Fernreisezielen ist derzeit Thailand am günstigsten. Die Preise fielen um 7,3 Prozent. Ein 14-tägiger Urlaub kostete im Durchschnitt 2612 Euro statt 2818 Euro vor einem Jahr. Reisekosten für die Dominikanische Republik erhöhten sich dagegen leicht um 1,2 Prozent.