Schon die alten Osmanen verstanden es, durch geblümte Worte ihr Gegenüber mit Schmeicheleien zu überhäufen. So wirkt es heutzutage auch ganz und gar nicht antiquiert, wenn z.B. Mädchen mit der Reinheit einer Rose verglichen werden oder die Anrede zu einer Titulaturwalze wird.

Dass die Türken durch ihre große Vergangenheit viel an guten Umgangsformen verinnerlicht haben sieht man auch daran, dass es absolut verpönt ist am Tisch, während des Essens zu schnäuzen. Auch die kleinen Gesten des Danks werden im Land des weißen Halbmondes mit großer Freude gesehen. Bei kleinen Gefälligkeiten gehört es sich, dem zu dankenden eine Zigarette oder ähnliches anzubieten.

Da wir schon beim Thema sind, noch ein paar Worte über den Bakschisch – das türkische Trinkgeld. Er erleichtert Ihnen einiges und das Ausbleiben des selbigen wird als höchst unhöflich empfunden. Gewöhnlich gibt man ca. 10 % Trinkgeld.

Auf dem Markt dürfen Sie endlich nach Herzenslust feilschen und handeln. Kommen Sie aber dabei nicht auf den Gedanken, Ihre erprobten Feilschmethoden auch in Geschäften der gehobenen Klasse anzuwenden. Luxuswaren und Lebensmittel sind vom Preishandel ausgeschlossen.

Beim Besuch einer der vielen kunstvoll ausgeschmückten Moscheen bitte unbedingt daran denken, dass Sie sich in einem religiösen Gebäude befinden und nicht am Strand – also möglichst bedeckt sein und wenig Haut zeigen.