Im Sommer könnte es durch mehrere Tarifkonflikte bei der Deutschen Bahn zu neuen Streiks kommen.

DB Verwaltung in Berlin

DB Verwaltung in Berlin

Zum Ende dieses Monats läuft der Tarifvertrag der Deutschen Bahn mit der Lokführergewerkschaft GDL aus. Am 31. Juli endet auch die Vereinbarung mit der Eisenbahnverkehrsgewerkschaft EVG. Eine bisher bestehende Grundvereinbarung der Tarifpartner, die bisher die Zuständigkeit der GDL für Lokführer und der EVG für andere Berufsgruppen festlegte, wird zudem nicht weiter fortgesetzt.

Die Lokführer-Gewerkschaft GDL will mehr Einfluss gewinnen und fordert neben fünf Prozent mehr Lohnt auch eine Arbeitsverkürzung auf 37 Stunden sowie familienfreundlichere Zeiten und einen Zuschlag für verlängerte Schichten.

Erstmals will die GDL nun ihre Forderungen auf das gesamte Zugpersonal ausweiten, also auch Löhne und Gehälter von Zugbegleitern, Mitarbeitern der Bistros, Disponenten und Trainer aushandeln. Da auf der anderen Seite aber die EVG nun auch für die Lokführer zuständig sein wird, könnte es gleich zu mehreren Konflikten kommen.

Die EVG reagiert auf diese Forderungen mit Kopfschütteln. Obwohl die Gewerkschaft bisher noch keine eigenen Ziele für die Tarifverhandlungen veröffentlicht hat, wird sie den Erfahrungen der letzten Jahre zufolge wahrscheinlich bescheidenere Wünsche äußern.