Tickende Zeitbombe und atemberaubende Landschaft zugleich – Vulkane sind einfach faszinierend. Einige sind ständig in Bewegung, andere schlummern seit Jahrtausenden. Jeder der majestätischen Hügel ist einmalig und stets eine Reise wert. Wir stellen euch zehn spektakuläre Vulkanlandschaften vor.

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Mount Bromo / Indonesien

Auf der indonesischen Insel Java ist dieser Kraftprotz zu Hause. Er gehört zum Tengger-Massiv, einer ganzen Vulkan-Nachbarschaft. Die Asche spuckende Landschaft ist gerade in der Dämmerung eine wahre Augenweide. Wie eine große Familie versammeln sich Bromo (vorne links), Batok (rechts) und der große Semeru (hinten links). Die launischen Hügel können allerdings auch anders: Regelmäßig bebt hier die Erde – dann ist es Zeit sich in Sicherheit zu bringen.

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Fuji / Japan

In einer friedlichen Idylle zwischen rosa Kirschblüten erhebt sich der weiß gepuderte Gigant. Unglaubliche 3776 Meter über dem Meeresspiegel ragt der Riese aus der Landschaft und sorgt für ein außergewöhnliches Panorama. Wer den Vulkan aus nächster Nähe sehen möchte, muss nur auf den Bus warten. Mit dem geht’s zunächst hoch auf 2300 Meter. Der restliche Abschnitt muss aber zu Fuß zurückgelegt werden.

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Stromboli / Italien

Zwar ist die gleichnamige Insel auf der Karte kaum zu finden, aber der Vulkan zählt zu den tüchtigsten weltweit. Die meist ungefährlichen Eruptionen finden mehrmals stündlich statt. Beste Voraussetzungen für einen Ausflug auf den Berg. Mit einem Schutzhelm ausgestattet, geht’s für Besucher hoch auf den Gipfel. Kurz nach Sonnenuntergang lässt sich ein atemberaubendes Naturschauspiel beobachten, wenn die leuchtende Lava aus dem Schlot schießt.

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Mayon / Philippinen

Der wahrscheinlich schönste Vulkan der Welt! Wegen seines perfekt geformten Kegels, ist er ein wundervolles Postkartenmotiv. Schon bei der Ankunft am Flughafen von Legazpi bietet sich Besuchern ein magisches Panorama. Der Feuer-Riese misst unglaubliche 2462 Meter Höhe und ist mit Abstand der aktivste Vulkan auf der Insel-Gruppe.

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Ätna / Sizilien

Der mächtigste Vulkan Europas sorgt immer wieder für dramatische Szenen: Heftige Erdbeben versetzen die Gegend in Angst und Schrecken, dunkle Aschewolken bedecken den Himmel. Nicht selten reißen glühende Lavaflüsse Häuser den Hang hinab. Durch sein Temperament ist der „brennende Berg“ fest in der sizilianischen Mythologie verwurzelt. Die Einwohner der Insel haben bis heute ehrfürchtigen Respekt vor dem Ätna.

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Irazú / Costa Rica

Er zählt zu den gefährlichsten und unberechenbarsten Vulkanen des Landes. Von den Indianern wird er zu Recht „grollender Berg“ genannt. Bei einem Ausbruch können Lavastaub und Steine bis zu 500 Meter weit in den Himmel geschleudert werden. Und das ist längst nicht alles: Im Krater des Vulkanes befindet sich ein leuchtend grüner Säuresee. Die aggressiven Schwefeldämpfe sind äußerst giftig und sollten nicht eingeatmet werden.

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Mount Ruapehu / Neuseeland

Was auf dem Bild so friedlich anmutet, ist der größte Vulkan Neuseelands. Er liegt im Tongariro-Nationalpark und ist ein beliebtes Ziel für Touristen. Aber Achtung, wenn der Berg wütend wird! Dann bahnen sich gefährliche Schlammwalzen den Weg ins Tal und reißen alles mit, was ihnen in die Quere kommt. Zuletzt riss eine solche Lawine 1953 eine ganze Eisenbahnbrücke mit und tötete 151 Menschen.

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Kīlauea / Hawaii

Mitten im Urlaubs-Paradies liegt das „Haus des Feuers“! Der Kilauea gilt als der aktivste Vulkan überhaupt. Nahezu dauerhaft zischt, brodelt und raucht es hier. Für die Hawaiianer gehört er fest zum Alltag. Für sie ist er nicht einfach ein Naturspektakel der feurige Riese versorgt die Insel mit lebenswichtigen Mineralien und fruchtbarem Dünger für die Felder.

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Osorno / Chile

Im Süden von Chile liegt der „kleine Bruder“ des Fuji, wie die Einwohner ihn liebevoll nennen. Der Vulkan wird hier nicht einfach nur gefürchtet. Vielmehr ist er ein wichtiger Wasserlieferant für die gesamte Umgebung. Wenn der verschneite Gipfel im Frühjahr taut, speist er zahlreiche beeindruckende Wasserfälle und Stromschnellen am Fuße des Berges. Der malerische Vulkan sorgt für einen guten Boden und somit für eine reiche Ernte.

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Mount Saint Helens / USA

Am 18. Mai 1980 explodierte der Vulkan Mount St. Helens. Was zurück blieb, war nichts als Verwüstung. Aber nur wenige Tage nachdem sich die Staubwolke gesetzt hatte, erwachte rund um den Berg neues Leben. Zarte Pflänzchen fanden ihren Weg aus der Asche und begrünten die Landschaft. Doch bis heute bleibt die Angst vor einem erneuten Inferno. Für Touristen sind die Hänge aus Sicherheitsgründen gesperrt.