Blog_SommerferienSchüler haben jedoch keinen Grund zum Jubeln. Es ist eher ein Geschenk für Eltern und die Reisebranche. Ab 2018 sollen die Sommerferien länger dauern – und zwar der Korridor, in dem die 16 deutschen Bundesländer ihre Ferien legen. 2014 ist der Korridor 71 Tagen lang, geplant ist eine Spanne von 90 Tagen.

Wann allerdings diese Ferien genau beginnen und enden, das soll sich laut einer Beschlussvorlage für die heute beginnende Ministerpräsidentenkonferenz, die der „Rheinischen Post“ vorliegt, ab 2018 ändern. „WELT online“ berichtet heute,  dass es immer wieder Streit zwischen der Kultus- und der Wirtschaftsministerkonferenz gegeben habe. Die Wirtschaftsminister möchten einen möglichst weiten Rahmen, die Kultusminister einen möglichst kurzen.  Die Kürze der Sommerferienzeit erschwert laut Bericht von „WELT online“ nach Ansicht des Wirtschaftsministers aus dem beliebten Reiseland Mecklenburg-Vorpommern, Harry Glawe (CDU), vor allem für Familien mit Kindern die Suche nach Urlaubsunterkünften und behindert das Geschäft der Hotels, Pensionen und Ferienwohnungsanbieter.

In Deutschland sind die Sommerferien so geregelt, dass die Länder nicht alle zur gleichen Zeit starten. Schuld ist ein Rotationsprinzip, an dem sich 14 Länder beteiligen. Bayern und Baden-Württemberg scheren aus, weil man seinerzeit den noch agrarisch geprägten Ländern zugestand, immer als Letzte Ferien zu nehmen, wenn die Kinder für die Ernte gebraucht werden.