Nachdem wir in Davos einen ersten Hauch von Winter mitbekommen haben, sollte es am Flumserberg nun so richtig winterlich werden. Tiefschnee en masse und schlechtes Wetter inklusive. Warum der Flumserberg für uns teilweise zum „Plumserberg“ wurde, lest ihr im fünften Teil unserer PistenCheck Serie.

Anreise

Das Skigebiet Flumserberg liegt im schweizer Kanton St. Gallen, ungefähr auf halber Strecke zwischen Zürich und Chur. Es ist aus Deutschland und Österreich leicht über die A13 und die A3 zu erreichen. Von der A13 wechselt man dabei an der Ausfahrt Sarganserland auf die A3 Richtung Zürich. Es gibt drei Möglichkeiten ins Skigebiet einzusteigen. Die Mittelstationen Tannenheim (1220m) und Tannenboden(1400m) sowie die Talstation Unterterzen (425m) direkt am Wallensee.

Das Skigebiet der Zürcher

Zusammen mit dem Nachbarskigebiet Pizol wird die Region zwischen Wallensee und Bad Ragaz unter dem Label „Heidiland“ vermarktet (obwohl die zugehörige Fernsehserie im Oberengadin gedreht wurde). Der Flumserberg gilt als das beliebteste Skigebiet der Zürcher, da man es von dort aus relativ leicht mit der S-Bahn erreichen kann. An sonnigen Wochenende kann es dadurch schnell eng werden. Wartezeiten an der Talstation Unterterzen inbegriffen. Das Skigebiet ist mit 65km Pisten eher mittelgroß. Die große Anzahl an Liftanlagen verhindert jedoch längere Wartezeiten auf der Piste.

Freeride Hui, Funpark Pfui

Das Skigebiet wirbt selbst mit 4 Snowparks, 2 Funparks und 2 Kinderparks. Gesehen haben wir keinen einzigen. Leider waren an diesem Wochenende, trotz guter Schneebedingungen, nicht alle Liftanlagen offen. Die Pisten auf der Prodalseite und um die Mittelstationen Tannenboden und Tannenheim sind besonders bei Familien beliebt. Breit, blau, aber leider auch hoch frequentiert. Spannender wird es Richtung Maschgenkamm und Leist. Besonders uns Freerider konnte dieser Teil des Skigebietes begeistern. Ob durch den Wald oder entlang größerer Schneefelder. Tiefschnee wohin man sah! Die Lawinengefahr ist hier recht gering und wir konnten uns fast den ganzen Tag im Powder austoben.

Apres Ski Light?

Aprés Ski auf der Piste findet man nicht wirklich. Die Gefahr, dass man von betrunkenen Skifahrern auf gecheckt wird, besteht somit nicht. Allerdings gibt es eine gute Schirmbar direkt an der Mittelstation Tannenboden an der einiges los war. Zwar ist dies nicht mit der Mutterbergalm im Stubai zu vergleichen, aber für einen feucht-fröhlichen Ausklang reicht es!

Fazit


Das Preis-Leistungsverhältnis stimmte an unserem Tag leider überhaupt nicht. Geschlossene Lifte, kein einziger Funpark offen. Durch die Nähe zu Zürich können die Betreiber aber dennoch Preise eines Premium Skigebietes verlangen. Einen Preisnachlass aufgrund der Vorsaison gab es leider auch nicht. Für einen längeren Aufenthalt ist das Gebiet leider zu klein. Für einen Tagesausflug, besonders wenn man gerne im Backcountry unterwegs ist, aber durchaus zu empfehlen. An Sonntagen gilt es früh im Skigebiet anzureisen, da man sich ansonsten mit Halb Zürich um den ersten Lift ins Skigebiet battled.