Silvester – für mich das Schönste! Allzu schade, dass es auch wirklich nur einmal im Jahr ist. Damit  gebe ich mich aber nicht mehr zufrieden und habe mir mal überlegt, wie oft ich denn, hätte ich einen Privatjet, wirklich an einem Tag ins neue Jahr feiern könnte. Nach stundenlangem Kopfzerbrechen und endlosen Diskussionen mit mathematischen Formeln und physikalischen Experimenten in einem fünf-köpfigen-Expertenteam, musste ich leider zum Schluss kommen: Da geht gar nichts. Natürlich kann ich entlang der Datumsgrenze immer wieder auf einem Boot auf dem Pazifik von Ost nach West schippern, aber das wird ja auch auf Dauer etwas langweilig. Also, versuchen wir es auf die theoretische Art: wenn ich mich beamen könnte oder à la Genie einfach von einem Ort zum nächsten schnipsen könnte, wo würde ich überall ins neue Jahr tanzen wollen?

Mein erstes Silvester ins Jahr 2010 würde ich in Sydney feiern. Das 10 minütige Feuerwerk an der Harbour Bridge ist der perfekte Einstieg in meine sehr lange Nacht. Natürlich genieße ich in T-Shirt und FlipFlops den ersten Jahreswechsel – schließlich ist ja gerade Sommer auf der Südhalbkugel. Nach dem letzten Kracher geht es auch schnell weiter *schnips* Lan Kwai Fong – Downtown Hongkong – drei Stunden früher. Umzingelt von reichen Chinesen, die blinkende Tröten im Mund und lustige bunte Hüte auf dem Kopf haben. Dort trinke ich ein exklusives Bier für 7 Euro und warte auf den Countdown. Punkt 12 Uhr regnet es Konfetti und die ganze Stadt fängt wild an zu blinken. Absolute Reizüberflutung!

*schnips* Als nächstes steht ein arabisches Glamour-Dinner auf dem Plan der längsten Nacht der Welt. Wieder ist es neun Uhr Abends und ich befinde mich im weltgrößten Atrium, dem Sahn Eddar, im Sechs-Sterne-Hotel Burj Al Arab in Dubai. Nach dem offiziellen Champagner-Empfang und einem Gala-Dinner, zubereitet von den weltbesten Sterneköchen, begebe ich mich aufs Dach, um das wohl pompöseste Feuerwerk, das ich je gesehen habe, anzuschauen (vielleicht wird es in diesem Jahr aus spartechnischen Gründen nicht allzu groß) – und das bei immer noch 20 Grad im Dezember! Da lohnt es sich doch kaum, eine Jacke mit zu nehmen!

*schnips* frrrrr….ganz schön kalt geworden auf einmal! Um mich herum eine riesige Masse dicTimeSquarek eingepackter Menschen mit Bier in Plastikbechern. Die Uhr zeigt wieder vier Stunden früher an, ganz klar, ich feiere mit 1.000.000 anderer Partywütiger am Brandenburger Tor in Berlin. Nicht ganz so exklusiv wie das Burj Al Arab, aber definitiv witziger! *schnips* Nach einem kurzen Abstecher nach London (CET -1 Stunde), geht es für mich nach New York City an den Times Square – der Mutter aller Silvesterpartys. Dort schaue ich mir dann auf den riesigen Videoleinwänden noch einmal an, wie bereits auf der ganzen Welt das neue Jahr begrüßt wurde – kenn‘ ich doch schon alles! Kurz vor 12, fünf Stunden nach meiner Ankunft, senkt sich am Gebäude mit der Hausnummer 1 die berühmte glitzernde Kugel. * tröööt *

Da ich noch nicht genug habe, auf nach fabulous Las Vegas! Theoretisch hätte ich drei Stunden Zeit, da wohl kein Flieger der Welt mich in dieser Zeit dorthin bringt, zurück zur alten Methode: *schnips* Da mir der berühmte Strip, der extra für diese Nacht abgesperrt wurde, zu voll ist, mache ich einen Abstecher in die herumliegenden Clubs. Dort stoße ich dann mit 50 Cent im PURE Nightclub auf das neue Jahr an.

Zweimal geht noch: Da in Alaska und Hawaii noch einmal ein Zeitunterschied von jeweils minus 10 und minus 11 Stunden herrschen, wäre es ein Leichtes erst mit den Eskimos und dann mit Hula ins neue Jahr zu tanzen…könnte man sich nur beamen.

Und weil’s so schön war, schnell auf die Cookinseln mitten im Pazifik, über die Datumsgrenze und schon ist man wieder gestern auf Hawaii – auf ein Neues! *tröööt*