FähreEin Gerichtsurteil im Sinne der Urlauber: Reedereien müssen ihre Preisangaben transparenter gestalten. Das Berliner Kammergericht entschied, dass das als „Zwangstrinkgeld“ bekannte Service-Entgelt bei Kreuzfahrten ein verbindlicher Preisbestandteil ist. Dieser Obulus muss in den in der Anzeige genannten Endpreis eingerechnet werden (AZ: 5 W 11/13). 

Konkret ging es um die einstweilige Verfügung gegen einen Kreuzfahrt-Anbieter, der in einer Tageszeitung eine Kreuzfahrt folgendermaßen bewarb:

„… inkl. Flug ab/bis Berlin ab € 555,– p.P. zgl. Service Entgelt“

Wie Cruisetricks.de berichtet, wurde die Servicepauschale lediglich in der Fußnote näher ausgeführt. Das Gericht urteilte, dass das Service-Entgelt zwingend in den Endpreis eingerechnet werden müsse. Die Anmerkung als Fußnote genüge nicht. Es handle sich beim Service-Entgelt um einen „endgültig bezifferbaren Preisbestandteil“, so das Kammergericht in der Urteilsbegründung.