Um zwei bis drei Prozent schmelzen die Alpengletscher pro Jahr. Laut einer Studie des Bundesamtes für Umwelt bescheren die veränderten klimatischen Bedingungen den Eidgenossen in Zukunft 500 bis 600 neue Seen.

Die Gesamtoberfläche der Seen könnte laut der Studie 50 bis 60 Quadratkilometer einnehmen. Dadurch ergeben sich enorme Potentiale für den Tourismus, die Nutzung erneuerbarer Energien aber auch Naturgefahren für den Alpenstaat.

Derzeit untersuchen Forscher des Nationalen Forschungsprogramms „Nachhaltige Wassernutzung“ die neuen Begebenheiten am Beispiel des Triftgletschers, der in den 1990er Jahren entstand.  Aus touristischer Sicht habe sich dort durch die Kombination aus Berggletschern und Seen die Attraktivität der Region gesteigert, so erklärt der Schweizer Nationalfond (SNF). Die exakten Auswirkungen, nachdem der Gletscher komplett geschmolzen sein wird, seien jedoch noch nicht abzusehen.