Bei Streitigkeiten mit Airlines sollen sich Passagiere künftig an eine Schlichtungsstelle wenden können. Das Bundeskabinett will heute einen Gesetzesentwurf hierzu beschließen. Kritiker zweifeln an der Kundenfreundlichkeit der Einrichtung.

Der Flug ist zu spät? Das Gepäck beschädigt? Frustrierte Fluggäste sollen – nach jahrelanger Debatte im Kabinett – bald wieder eine Anlaufstelle haben. Bleibt eine Fluggesellschaft nach einer Beschwerde 30 Tage lang untätig, kann sich der Passagier an die Schlichtungsstelle wenden. Dort werde gemeinsam mit allen Beteiligten nach einer Einigung gesucht. Wie Spiegel Online berichtet, ist die Neuregelung seitens der Regierung zur nächsten Wintersaison geplant.

Opposition und Verbraucherschützer kritisieren, dass nicht jedem Urlauber der Weg zur Schlichtungsstelle offen stehe. So müssen sich zum Beispiel Pauschalreisende bei Beschwerden an ihren Reiseveranstalter wenden. Auch Geschäftsreisende haben keinen Anspruch auf Schlichtung.