Ausflugsziel mit strahlender Aussicht: Die chinesische Regierung plant den Umbau des ehemaligen Atombomben-Testgeländes in der Lop-Nor-Wüste zur neuen Besucherattraktion. Das chinesische Volk soll dort mehr über die Geschichte der Kommunistischen Partei erfahren.

Rund 730.000 Euro will die Regierung laut Angaben der Onlineausgabe des Spiegels für den Umbau der Malan-Basis in der autonomen Region Xinjiang ausgeben. Sie wird damit zu einem neuen Reiseziel des so genannten roten Tourismus in China.

Bereits seit 2004 werden Orte mit enger Bindung an die Geschichte der asiatischen Volksrepublik parteikonform als Besuchermagnete hergerichtet. Vor allem einheimische Besucher will die Regierung mit diesen Attraktionen für sich gewinnen.

Bedeutung erlangte die Malan-Basis am 16. Oktober 1964 als in deren unmittelbarer Nähe die erste chinesische Atombombe gezündet wurde. Bis 1996 fanden auf dem Waffentestgelände mehr als vierzig weitere Atomtests statt. Künftig sollen die Besucher neben den Baracken und Test-Labors unterhalb des Atomwaffen-Testgeländes auch einen 300 Meter langen Bunker besichtigen dürfen.