Bizarre Rechtssprechung: Stirbt ein Kunde vor einem geplanten Reiseantritt, muss diese Reise dennoch bezahlt werden. Meist müssen dann die Erben den vollen Reisepreis zahlen – oder sogar noch mehr.

Das Deutsche Forum für Erbrecht erklärt, dass der abgeschlossene Vertrag zwischen Kunde und Reiseveranstalter trotzdem gelte. So steht es in einem Bericht auf welt.de. Für den noch ausstehenden Betrag muss demnach der Erbe einstehen. Allerdings sei dieser dann auch berechtigt, die Reise selber anzutreten.
 
Fallen durch die Änderung des Hauptreisenden jedoch Umbuchungs- oder andere Kosten an, kann der Verstragspartner diese vom Erben einfordern.

Entscheidet sich der Hinterbliebene für einen Reiserücktritt, müsse er mit Stornokosten von bis zu 50% des Reisepreises rechnen.