Reisen mit KindOh wie war das schön! Es liegen vier Tage Familien-Kurzurlaub in Südtirol hinter mir. Bei den Reisevorbereitungen durfte ich feststellen, dass Verreisen mit Kind nicht mehr so unkompliziert ist, wie vorher allein. Bisher musste man nur an sich selbst bzw. sein eigenes Köfferchen denken. Mein ein Jahre alter Sohn Alexander fuhr natürlich mit in die Ferien – und mit ihm so einige Gepäckstücke, die wir auf keinen Fall vergessen durften und die unser Auto schnell voll werden ließen.

Kinderwagen, Reisebett mitsamt Matratze,  Essensgläschen, Windelpakete, Sandelsachen, usw. Nicht zu vergessen, der Ausweis des Kleinen. Ja, richtig gehört, der Baby-Perso 😉
Kinder müssen bei Verlassen des Landes ein eigenes Reisedokument besitzen. Und seit November 2007 können Kinder zudem nicht mehr in den Pass der Eltern mit eingetragen werden sondern benötigen vielmehr ihren eigenen Pass.  Für Reisen innerhalb der EU genügt zwar der normale Personalausweis, wir haben aber im Hinblick auf eine mögliche USA-Reise bereits den biometrischen Reisepass beantragt. Welche Art  für welches Land nötig ist (Personalausweis, Kinderreisepass, biometrischer Reisepass), schaut man am besten auf der Webseite des Auswärtigen Amtes nach.

Zurück zu dem Thema Gepäck und Verreisen. Zum Glück fuhren wir mit dem Auto, so dass einige Hürden, die man beispielsweise bei einer Flugreise hat, gar nicht erst aufkamen. Diese Erfahrungen habe ich im letzten Jahr schon machen dürfen.

Hier einige Tipps und Hinweise für Flugreisen mit Baby oder Kind:

  • Platz reservieren:
    Mit einem Baby (bis 10 kg Körpergewicht/1 Jahr) schon bei der Buchung unbedingt einen kostenlosen Babysitz reservieren. Je nach Airline und Flugdistanz gibt es für die Kleinsten das sog. Babykörbchen, allerdings in recht begrenzter Anzahl. Die Babykörbchen werden in der Frontreihe vor der Wand aufgehängt, mit dem Vorteil, dass sie keine Passagiere vor sich haben und die Kinder dort auch mehr Raum zum Spielen haben.
    Alternativ gibt es bei einigen Airlines sogenannt Eltern-Kind Reihen, die ebenfalls ganz vorn im Flieger und auch für ältere Kinder buchbar sind.
  • Essen für Kinder: Obwohl durch EU-Verordnung nur jeweils 100 m l Flüssigkeiten mit ins Flugzeug dürfen, kann man zum Glück das Fläschchen für die Kleinen mit ins Handgepäck nehmen. Für Babynahrung gilt eben eine Ausnahme und man darf soviel Nahrung mitnehmen, wie für den Flug benötigt wird.
  • Wenn möglich, einen Nachtflug buchen. Gerade bei längeren Strecken empfiehlt sich das, da es in die reguläre Schlafenszeit der Kinder fällt.
  • Zwiebel-Look: Die Kleinen am besten in mehreren Schichten einkleiden – so kann man auf die jeweiligen Temperaturen im Flugzeug am besten reagieren.
  • Wichtige Utensilien: Sollte mal ein kleines Unglück passieren, empfiehlt es sich, Zweitklamotten mitzunehmen 😉
    Auch Kuscheldecke, Schmusetier und sonstige Lieblingsstücke mitnehmen!

Weitere Empfehlungen:

  • Vor dem Flug einen kurzen Check beim Arzt machen lassen.
    Wichtig ist, dass mit den Ohren alles in Ordnung ist. Übrigens empfiehlt es sich, die Babys sowohl beim Start als auch bei der Landung trinken zu lassen – das hilft beim Druckausgleich. Eventuell kann man auch Nasentropfen mit Salzlösung vor dem Flug geben, dies befeuchtet die Schleimhäute, die in der Luft doch gereizt werden.
  • Fluggesellschaften vorher vergleichen:
    Nicht nur beim Platzangebot für die kleinen Mäuse gibt es Unterschiede bei den Airlines. Auch was die Gepäckbestimmungen angeht, gibt es riesen Diskrepanzen. So gibt es bei einigen Airlines für das Babygepäck Freimengen. Heißt, wenn man mit Baby reist, kann man zusätzliche 20 kg Gepäck mitnehmen.  Und der Flugpreis variiert ebenfalls stark. Vergleichen lohnt sich!!

So, das waren jetzt ein paar Tipps von mir.  Sicher gibt es noch andere Tricks und Empfehlungen, die hilfreich sein können. Die besten Ratschläge lernt man ohnehin aus der eigenen Erfahrung… Also, her damit! 🙂