Meine Kollegin Steffi ist vor dem Fasnets-Rummel ins idyllische Allgäu geflohen und hat sich dort ein paar Tage Auszeit gegönnt. Ob sie den perfekten Ort zum Entspannen gefunden hat, erzählt sie euch in ihrem Reisebericht:

Als bekennende Ostwestfälin ist mir die alemannische Fasnet fremd. Da in Konstanz am Fasnets-Wochenende Ausnahmezustand herrscht, war mir klar: Ich muss weg! Einfach nur flüchten und sich bei Freunden außerhalb des Krisengebietes verkriechen, das kann jeder. Also machte ich mich auf HolidayCheck.de auf die Suche nach einer guten Idee. Diverse Städtetrips habe ich gerade erst hinter mir, um in die Wärme zu fliegen sind mir drei Tage zu wenig, was bleibt also übrig? Genau, ein Wellness-Wochenende.

Kneippkur- & Wellvitalhotel Edelweiß

Als Reiseverkehrskauffrau ist man selbst sein schwierigster Kunde, als HolidayChecker gefühlt doppelt so wählerisch. Zunächst also die Rahmenbedingungen abstecken: Nicht weiter als drei Autostunden entfernt, mindestens 4 Sterne, Halbpension, ein großes Wellness-Angebot und gut bewertet soll es sein. Nach ca. 15 Minuten Suche habe ich dank unserer Award-Hotels das Ziel ausfindig gemacht, das Kneippkur- & Wellvitalhotel Edelweiß in Bad Wörishofen. Das Angebot war zu gut um es abzulehnen. Vollpension, ein großes Zimmer mit Balkon, Saunalandschaft, Hallenbad, ein Wellness-Center und so viele Freizeitangebote, dass man geschätzt zwei Wochen bleiben müsste, um alles einmal auszuprobieren.

Steffi und Nads auf der Suche nach Entspannung

Hört sich nach einem unbezahlbaren Spaß an, aber zu meiner Freude stimmte das Preis-Leistungs-Verhältnis und passte genau ins Budget. Das einzige, was uns etwas überlegen ließ, war die Tatsache, dass wir den Altersdurchschnitt deutlich senken würden, wie sich aber herausstelle, war dies überhaupt kein Manko. Also packte ich meine Freundin ins Auto und wir fuhren am Freitag los. Freie Autobahnen, dank des allwissenden Navis alles gut gefunden, das Auto kostenfrei im Hof geparkt und auf zum Check In. Wir wurden direkt vom Junior des Familienbetriebs empfangen und standen keine fünf Minuten später in unserem Zimmer. Frisch und sehr schön renoviertes Badezimmer, genug Stauraum für unser Gepäck und ein unglaublich bequemes Bett.

Frauenfreundliches Badezimmer

Ich bin wirklich pingelig was Hotels angeht. Was mich in den meisten Hotels stört, ist festzustellen, dass der Innenausstatter ein Mann gewesen sein muss, sobald man das Bad betritt. Die Frauen unter uns werden wissen, wovon ich rede. Ein Licht, das einen zum Fürchten aussehen lässt, ein Schminkspiegel, der so unvorteilhaft platziert ist, dass man ihn selbst mit der Biegsamkeit einer Schlangenfrau nicht nutzen könnte usw. Aber auch diese Details stimmten und das Körbchen mit Bademantel und Saunatuch war so schön hergerichtet, dass ich, selbst wenn ich gewollt hätte, keinen Kritikpunkt finden konnte.

Bei der Führung durchs Hotel wurden wir über alle wichtigen Details informiert. Essenszeiten, wann und wie die Sauna genutzt werden kann, wie man auch spontan noch Termine für Anwendungen ergattert usw. Was mich hier am meisten beeindruckt hat, war das Konzept der „Selbstversorgung“. Es gibt in den Aufenthaltsräumen und in der Lobby kleine Bars, die mit allem ausgestattet sind, was man sich gerne zu Gemüte führen möchte, von Kaffee über Softdrinks bis zum Whisky. Man geht einfach hinter die Bar, schreibt auf einen Zettel, was man sich genommen hat und am Ende wird abgerechnet. Mich hat es sehr gefreut, dass die Gastfreundschaft und das Vertrauen des Hoteliers zu seinen Gästen so groß ist, und auch die Tatsache, dass die Gäste das Vertrauen nicht ausnutzen.

Restaurant Edelweiss

Am nächsten Morgen warteten nach dem fantastischen Frühstück mit warmen Brötchen unsere Massagen auf uns. Ohne Verspannungen im Rücken war das Dösen im Ruheraum wirklich ein Genuss und wir hätten vor lauter Entspannung fast das Mittagessen verpasst. Das absolute Highlight des Tages war allerdings das Abendessen. Nach dem Salatbuffet erwartete uns auf Niedertemperatur gegarter Lammrücken. Das Fleisch war so zart, dass es auseinander gefallen ist, wenn man mit der Gabel ein wenig draufdrückte. Unglaublich lecker! Das schöne war aber, dass die Freude noch nicht vorbei ist, wenn man seinen Teller aufgegessen hat. Das Service Personal fährt nach dem Hauptgang noch einmal mit einem Wägelchen durchs Restaurant und man kann sich einen Nachschlag gönnen. Auch der Senior Chef geht, wie es sich in einem ordentlichen Hotel gehört, durchs Restaurant, begrüßt jeden Gast persönlich und erkundigt sich nach dem Befinden.

Da wir nur zwei Nächte vor Ort waren, wollten wir das Angebot nutzen und abends noch einmal in die Sauna gehen. Zu unserer Freude hatten wir die gesamte Saunalandschaft für uns allein, trotz ausgebuchtem Haus. Nach der Finnischen Sauna und einem Salzpeeling in der Dampfsauna fühlten wir uns wie Gott in Frankreich und fielen glücklich und erholt ins Bett.

Mein Fazit für dieses Wochenende? Es war perfekt. Die Gastlichkeit eines Familienbetriebes ist eben doch etwas Besonderes und wird im Hotel Edelweiß groß geschrieben. Kein Wunsch bleibt unerfüllt und ein „nein“ gibt es nicht. Gerade das Personal gibt dem Hotel seinen Charakter und das Gefühl wirklich willkommen zu sein. Wir waren definitiv nicht das letzte Mal dort und freuen uns auf ein Wiedersehen! Natürlich gibt es dann auch wieder einen Reisebericht für euch 🙂