Ich lieeeeebe Kurztrips: Raus aus dem Alltag, entspannen, genießen und neue Städte entdecken. Dieses Mal fällt die Wahl auf eine ganz besonders zauberhafte Stadt: Straßburg. Ein Wochenende „Savoir Vivre“ genießen mit gutem Essen, leckerem Wein und ein bisschen Kultur. Gesagt – getan.

Hotel Cour Du Corbeau

Hotel Cour du Corbeau

Die dreistündige Fahrt von Konstanz/Bodensee ist sehr angenehm. Genug Zeit, um die Vorfreude wachsen zu lassen und trotzdem ist man schnell am Ziel. Der Bahnhof erinnert mehr an ein abgefahrenes Raumschiff als an eine historische Stadt. Aber naja, ist ja erst der Anfang…

Auf dem Weg zum Hotel fühle ich mich ein bisschen wie in Amsterdam, alles ist klein und niedlich, man läuft über Brücken und am Wasser entlang, über Kopfsteinpflaster und vorbei an alten Gebäuden. Noch dazu scheint die Sonne – was will man mehr!?

Das Hotel Cour du Corbeau ist – WOW! Ein absoluter Traum! Es liegt mitten im Zentrum von Straßburg und trotzdem fühlt man sich beim Durchschreiten des Eingangstores sofort in eine andere Welt katapultiert. Das Gebäude aus dem 16. Jahrhundert gruppiert sich um einen gemütlichen Innenhof, altes Gemäuer, viel Holz und eine kleine Brücke sprühen nur so vor mittelalterlichem Charme.

Gemütliches Zimmer

Gemütliches Zimmer

Der Empfang ist herzlich, das Personal unendlich freundlich und hilfsbereit. Eine Stadtkarte gibt es ebenso selbstverständlich wie tolle Tipps fürs Abendessen, Reservierung inklusive.

Und offensichtlich scheint es mein Glückstag zu sein – obendrauf gibt es noch ein kostenloses Zimmerupgrade. Das Zimmer betritt man über eine kleine gewundene Holztreppe. Es ist wahnsinnig gemütlich, traditionelle Elemente verbinden sich mit tollem Design und schönen Farben. Es ist einfach perfekt! (Könnt ihr natürlich auch in meiner Hotelbewertung nachlesen.)

Nach einer kurzen Verschnaufpause mache ich mich auf den Weg zu einer kleinen Stadterkundung – schlendere durch die Altstadt, das niedliche Viertel „Petite France“ und genieße das schöne Wetter.

Der Hunger (und meine Reservierung) treibt mich in ein kleines Restaurant: S’KAECHELE. Auf der Karte gibt es vor allem traditionelle Elsässer Speisen, genau das, was ich mir gewünscht habe. Die Escargots „S’KAECHELE“ (Schnecken mit Roquefort Käse überbacken) sind ausgezeichnet, ein Gratin mit Münsterkäse rundet das Geschmackserlebnis ab. Anschließend geht es in eine kleine Bar – danach falle ich erschöpft ins Bett. Genießen ist doch sehr anstregend (aber soooo schön).

Der Aufstieg kann beginnen!

Der Aufstieg kann beginnen!

Der nächste Tag begrüßt mich mit strahlendem Sonnenschein – ein Traum. Los geht es mit der Besteigung des Straßburger Münsters. Für 4,60 Euro darf man auf die Plattform klettern – immerhin sind es 332 Stufen. Von oben hat man einen herrlichen Ausblick, die Stadt wirkt wie eine kleine Miniaturwelt. Nach dieser sportlichen Betätigung brauche ich natürlich erstmal eine Stärkung, zum Mittag gibt es einen Elsässer Flammkuchen in einem kleinen (leider doch recht touristischen) Lokal in der Altstadt.

Nach einem kurzen Mittagsschlaf steht frisch erholt der nächste Tagespunkt an: eine Bootstour über die Ill. Da das Wetter so schön ist, nehme ich das „Cabrio-Schiff“ und die große Tour samt elektronischem Tourguide auf Deutsch. Vorbei an alten Gebäuden, unter Brücken hindurch führt die gemütliche Bootstour bis hin zum Europäischen Parlament. Hier wird also die große Europapolitik gemacht – beeindruckend!

Abends erkunde ich das Viertel hinter meinem Hotel samt Bars und Kneipen und lasse einen aufregenden Tag bei einem guten Glas Wein ausklingen. Am nächsten Morgen ist meine Reise schon fast vorbei. Nach einem ausgedehnten Frühstück im Hotel (auch ausgezeichnet!) wird auch schon wieder der Koffer gepackt. Voll neuer Eindrücke und zutiefst entspannt mache ich mich auf den Rückweg nach Konstanz. So ein kleiner Wochenendtrip wirkt Wunder – ich freue mich schon aufs nächste Mal!