Meine Kollegin Alexandra brauchte dringend Urlaub – sonnig sollte es sein, das Meer in der Nähe und auch ein bisschen Kultur durfte nicht fehlen. Sie fand ihr perfektes Reiseziel: Palma de Mallorca. Wie es ihr dort gefallen habt, könnt ihr in ihrem Reisebericht nachlesen.

Palma de Mallorca…Leben, lieben, träumen auf Mallorca…
Wer kennt ihn nicht, den einen Hit der Insel von Chris Wolff!?

An der Playa de Palma gibt es aber nicht nur Ballermänner und Party, sondern auch Ruhe und Müßiggang. Eine Woche chillen am Strand und Palma entdecken, das tut gut und die Vorfreude ist entsprechend groß. Nach zwei Tagen Sonennbaden ist es aber bereits langweilig und wir fahren mit dem Bus in die Stadt. Von einem längeren Aufenthalt auf der Insel Teneriffa wusste ich vom so genannten „Bono Bus“, eine Mehrfahrtenkarte für den Busverkehr, die man in den Tabakläden am Strand bekommen kann (Toll: 8 € für 10 Fahrten).

Baldachin von Gaudí in der Kathedrale

Die eindrucksvolle Kathedrale La Seu von Palma, unser erstes Ziel. Die beste Zeit ist morgens, gleich um 10 Uhr oder ein bisschen früher, dann lassen die Touristenströme noch auf sich warten. In den gotischen Seitenkapellen lassen sich hinter Gitterstäben manch schöne Heiligenfiguren oder skurrilen Grabmale entdecken. Neue Kunst zeigt sich über dem Altar in Form eines Baldachins von Antoni Gaudí, etwas kitschig mit über 100 Glühbirnen. Oder das in 2006 geschaffene Glasfenster neben dem Museumseingang… oder die Seitenkapelle neben dem Altar, die mich an eine Unterwasserwelt erinnert, aber eher die Vermehrung von Brot und Fischen zeigen soll. Höhepunkt und ziemlich schwierig zu fotografieren ist die Rosette aus blauen, roten, gelben und grauen Glasstücken, die mit 11 m Durchmesser die größte der Welt ist. Wer aufmerksam durch die Kirche schreitet und ab und zu auf den Boden schaut, sieht den einen oder anderen Hinweis auf einen Piratenangriff, an den ein Totenkopf in einer Steinplatte erinnert.

 

Blick ins Atelier von Joan Miró

Auf künstlerischen Spuren geht es weiter mit dem Stadtbus zur Fundación Pilar i Joan Miró, wo wir die Werkstatt und die Finca des Künstlers besichtigen. Fotos von den Pinseln, dem Werktisch und dem Anzug von Joan Miró sehe ich nun beim Aussortieren meiner Aufnahmen.

Und natürlich viele Bilder, die mich an Marienkäfer und Strichmännchen erinnern. In der Finca hat Joan Miró einfach Zeichnungen an die Wände gemalt; meine Eltern haben mir das verboten und da bin ich glaube ich nicht die Einzige. Diese künstlerische Freiheit hätte ich auch gerne gehabt.

Ein weiteres Highlight in Palma, zumindest für mich, ist das Shopping. Zufällig landen wir in der Calle Ramón Llul, mit bekannten Labels, aber auch kleinen Boutiquen dazwischen.

Als Abwechslung von Strand und Shopping geht es ins schöne Städtchen Sóller, natürlich auch mit dem Bus, da ich es versäumt hatte, rechtzeitig einen Mietwagen zu reservieren. Von Palma aus geht es mit dem Expressbus in ca. 45 Minuten ins fruchtbare Orangen- und Zitronental. Die Kathedrale im Städtchen ist sehenswert, mit vielen Altaren, die man über Treppen von rechts und links erreicht und so direkt vor den Figuren steht. Von Sóller aus geht es weiter mit der Straßenbahn Tramvía Richtung Port de Sóller, einem beschaulichen Hafen. Hier geht alles etwas gemächlicher zu und die Ruhe nach dem Shopping entspannt.

Zum Abschluss der Reise hat uns die Promenade an der Playa de Palma wieder und der Hunger treibt uns sogar so weit, Grillwurst mit Brötchen vom Grillmeister zu essen. Heimatgefühle kommen auf…

Wollt ihr noch mehr Mallorca-Feeling? Dann lest den Reisebericht: „Mallorcas wilde Westküste“