Spanien ist Fußball-Europameister!!! Und Alvaro ist der Sieger der HolidayCheck Europameisterschaft. Wie versprochen, wird er euch heute in sein Heimatland Spanien entführen und euch von seinem Urlaub im wunderschönen Cádiz berichten.

Es war Sonntag, der 1. Juli, 18 Uhr, Biergarten in Konstanz. 12 Stunden bevor ich in den Urlaub in mein Heimatland Spanien fuhr. Aber in dem Moment war ich kaum entspannt. Zusammen mit zehn anderen Spaniern, ein paar deutschen Freunden und sogar einer italienischen Freundin habe ich mir das Finale der EM 2012 angeschaut. Die nächsten Minuten waren voller Nervosität, Singerei („Que Viva España“, „Heute essen wir Spaghetti“…), Klatscherei… 1, 2, 3, 4 Tooooooor… und am Ende die große Freude. Spanien wurde zum 3. Mal (2. Mal in Folge) Europameister und schließt die Tiki-Taka-EM-WM-EM-Triplemeisterschaft ab, dann auch noch gegen unseren Angstgegner Italien.

Es war Zeit zu feiern und, wie wir in Spanien immer große Titel feiern, mussten wir in ein paar Konstanzer Springbrunnen baden.

Mein Urlaub in Spanien konnte beginnen, ganz besonders mit dieser Siegeslaune! Aufgrund unseres Sieges in der EM und meinem damit verbundenen Sieg bei der HolidayCheck Europameisterschaft habe ich die tolle Möglichkeit, diesen Artikel für den Blog zu schreiben und euch so mein geliebtes Heimatland etwas näher zu bringen.

Die letzte Woche habe ich mit meiner Freundin und meiner Familie in Spanien verbracht und einen richtigen Strandurlaub genossen. Obwohl alle meine Lieblingsecken im Land im Nord Spaniens liegen: León, Galicien, Asturien, Santander oder San Sebastián, hieß es dieses Mal: Südspanien! Bis nach Cádiz – wo ich bisher noch nie war.

Sevilla

Wenn man von Deutschland nach Cádiz fahren möchte, fliegt man am besten nach Jerez (40 km entfernt) oder Sevilla (124 km entfernt). Wir sind trotzdem nach Madrid geflogen (gleichzeitig mit der spanischen Fußballmannschaft in Barajas gelandet) und von dort noch sechs Stunden zusammen mit meinen Eltern mit dem Auto in den Süden gefahren.

Als der Hunger kam, machten wir den ersten Stopp: Sevilla. Mit etwas Glück landeten wir in einem der schönsten Viertel der andalusischen Hauptstadt: Barrio de Santa Cruz. Da konnten wir einen kleinen Spaziergang durch die engen Gassen des Viertels machen und die Aussicht auf die schöne Catedral de Sevilla mit dem spektakulären Giralda Turm genießen.

Leckere Tapas

Danach war es Zeit Tapas zu essen… hmmmm, lecker lecker. Wie die ganze Woche, durften wir die besten Köstlichkeiten Andalusien genießen: Gazpacho (kalte Tomatensuppe mit Knoblauch, Brot, Paprika…), Tortilla de Camarones (Krabbenomelette), Papas Ali Oli (Kartoffeln mit Knoblauch Soße), Pan con tomate (Toastbrot mit Tomaten und Öl) und vieeel Fisch, mehr als im ganzen letzten Jahr zusammen 🙂

Meine absoluten Lieblingstapas: Gallo (Petersfisch) und Chocos (Calamari). Man isst viel und seeehr lecker für wenig Geld.

Trotzdem bin ich eigentlich daran gewöhnt, nicht für Tapas zu bezahlen, so wie in jeder Bar in meiner Heimatstadt León, in der Altstadt Barrio Húmedo. Da kann man von Bar zu Bar hüpfen und mit einem kleinem Bier (1 Euro) bekommt man gratis eine große Tapa zu essen. Das ist natürlich etwas, was ich am meisten vermisse am Bodensee…

Unser Hotel

Gegen Mitternacht sind wir in Novo Sancti Petri angekommen. Die ganze Woche verbrachten wir dort, ein kleines Paradies in der Nähe von Cádiz, zwischen Chiclana de la Frontera und Conil de la Frontera, wo fast nur Hotels und Apartments zu finden sind. Wir haben sechs Nächte im Hotel Iberostar Andalucía Playa übernachtet. Total zu empfehlen! Ein schönes Gebäude, traditionell gebaut, freundliches Personal und saubere und große Zimmer, nur 50 Meter vom Strand entfernt. Perfekt für Familien aber auch für Paare oder Freunde zu empfehlen.

Jeden Tag wachten wir gegen 9 Uhr auf, genossen ein super Frühstück (Buffet und Köche) und verbrachten viel Zeit am Strand. Das Hotel hatte auch einen großen Pool, aber wir waren direkt am Meer auf den Liegen, die das Hotel für 3 Euro am Strand für Hotelgäste zur Verfügung stellte. Der Strand, an dem wir waren, La Barrosa, ist über 8 km lang, sehr breit bei Ebbe und obwohl man viele Leute sieht, hat man nie das Gefühl, dass es zu viele sind.

Das Wetter in dieser Ecke Spaniens ist meistens sonnig und durch die ständige Brise des Atlantiks nicht zu warm. Wenn man in den großen Städten wie Sevilla oder Córdoba Temperaturen bis zu 45 Grad oder mehr hat, klettert die Temperatur in Cádiz nie über 35 Grad. Auch hatten wir Glück, dass die letzten Tage der starke Ostwind aus Levante nicht kam. Sonst, wie uns gesagt wurde, bleibt man lieber zu Hause oder da, wo es Klimaanlagen gibt…

Flamenco en los Balcones

Abends haben wir immer etwas anderes unternommen. An der Küste von Cádiz gibt es viele zauberhafte weiße Dörfer, tolle Strände, leckere Tapas Bars und freundliche Menschen.

Am Dienstag und Freitag sind wir nach Cádiz gefahren und haben in dem schönen Viertel “Pópulo” Tapas gegessen (zu empfehlen: Bar Terraza direkt an die Kathedrale und Bar El Faro). Am ersten Tag haben wir uns eine bewegende Veranstaltung angeschaut: Flamenco en los Balcones. Jeden Dienstag im Sommer wird auf immer wechselnden Balkonen in der Altstadt Flamenco gesungen. Wirklich toll!!!

Am Donnerstag waren wir in Conil de la Frontera, wo wir auch Musik und gutes Essen (Bar Los Hermanos zu empfehlen) genossen haben. Am Freitag, spät in der Nacht, haben wir die kleine und traditionelle Playa La Caleta besucht.

Sonnenuntergang am Faro de Trafalgar

Am Samstag sind wir nach Cabo de Trafalgar gefahren. Dort, unter dem Leuchtturm, habe ich einen der schönsten Sonnenuntergänge genossen, den ich je gesehen habe. Nur zu empfehlen. Danach haben wir einen magischen Abend, leider unseren letzten, in einem wunderschönen weißen Dorf verbracht, Vejer de la Frontera. An der Plaza de España, in dem Restaurant “Garimba dos” haben wir zum letzten Mal Pescaíto gegessen und mit Bier angestoßen, um diesen schönen Urlaub in Spanien zu beenden. Hoffentlich fahren wir nächsten Sommer wieder nach Cadiz…