Die großen Ferien sind vorbei – landesweit heißt es wieder Telefonkonferenzen, Aktenstapel und Meetings statt Sonne, Strand und Meer. Kaum an den Schreibtisch zurückgekehrt, packt viele von uns erneut das Fernweh: Man träumt sich an den feinsandigen Strand mit kristallklarem Wasser zurück, hat die Meeresbrise in der Nase und den Geschmack exotischen Essens auf der Zunge. Doch Halt! Zunächst stehen Urlaubsantrag und -genehmigung bevor! Damit ihr am Ende nicht den Kürzeren zieht, stellen wir euch gemeinsam mit der größten Arbeitgeber-Bewertungsplattform kununu alles Wissenswerte rund um das Thema Urlaubsplanung vor. Mit diesen Infos seid ihr bestens gewappnet für die Verhandlungen rund um die schönste Zeit des Jahres!

 

Gut zu wissen – Fakten, die jeder Arbeitnehmer kennen sollte

Stehen die Urlaubszeiten nach langwierigen Diskussionen endlich fest, so ist an diesen nicht mehr zu rütteln! Denn ist der Urlaub einmal genehmigt, kann der Arbeitgeber diesen in der Regel nicht zurückziehen. Nur in dringlichen und unvorhersehbaren Ausnahmefällen kann der Arbeitgeber von seinem Recht des Urlaubsrückrufs Gebrauch machen. In diesem Falle muss er nicht nur eure schlechte Laune ertragen, sondern auch Schadensersatz leisten.

Kein Handy im UrlaubEntlässt euch euer Chef nur mit Diensthandy in den Urlaub, könnt Ihr dieses getrost nach der Ankunft im Meer versenken. Oder zumindest das Ladegerät zu Hause vergessen. Von Mitarbeitern im Urlaub ständige Erreichbarkeit einzufordern, ist nicht zulässig – auch nicht als Druckmittel für einen längeren Urlaub am Stück! Apropos: In Deutschland haben Arbeitnehmer Anspruch auf mindestens einen zusammenhängenden Urlaub von zehn bzw. zwölf Werktagen.

Vielen Beschäftigten im Einzelhandel sind Urlaubssperren bestens bekannt: In der Vorweihnachtszeit eine Auszeit vom stressigen Alltag nehmen ist fast unmöglich. Und tatsächlich können Urlaubssperren für einen gewissen Zeitraum ausgesprochen werden – sofern die wirtschaftliche Dringlichkeit besteht. Nicht zulässig hingegen ist die Auszahlung von Urlaubstagen, obgleich viele Unternehmen diese Option anbieten. Einzige Ausnahme stellt die Vergütung des Resturlaubs im Falle einer Entlassung oder Kündigung dar.

Was passiert eigentlich, wenn ich verspätet aus dem Urlaub zurückkehre? Diese Frage haben sich bestimmt viele von euch schon einmal gestellt. Liegen triftige Gründe wie eine Naturkatstrophe vor, so muss man mit keinen Konsequenzen wie einer Abmahnung rechnen.

 

Ein Recht auf Urlaub! So viel Urlaub steht Euch wirklich zu

Urlaub

In Deutschland liegt der gesetzliche Urlaubsanspruch bei einer Fünftagewoche bei 20 Urlaubstagen, bei einer Sechstagewoche bei 24 Tagen. Wechselt Ihr euren Arbeitsplatz so steht euch nach sechs Monaten der volle Anspruch zu. Davor haben Arbeitnehmer pro vollem Monat ein Zwölftel Ihres Jahresurlaubs zur Verfügung.

Neulinge ziehen bei der Urlaubsplanung häufig den Kürzeren. Ist der Urlaub bereits gebucht und kann nicht verschoben werden, sollte das schon im Einstellungsgespräch angesprochen werden. Da im Normalfall noch kein längerer Urlaubsanspruch besteht, ist eine unbezahlte Freistellung möglicherweise eine saubere und zufriedenstellende Lösung für beide Seiten.

Für Azubis gilt übrigens eine Sonderregelung: Wer von euch unter 16 ist, bekommt 25 Urlaubstage. Unter 17 Jahren immerhin noch 23 und unter 18-Jährige haben einen extra Tag zur Verfügung.

 

Das (Sonder-)Urlaubsplus

Für alle jene unter euch, die am liebsten das ganze Jahr über verreisen würde, besteht noch ein Fünkchen Hoffnung auf weitere freie Tage: Sonderurlaub heißt das Zauberwort! Dieser ist gesetzlich festgelegt und muss bei gegebenen Anlass von Eurem Arbeitgeber genehmigt werden. Bei der eigenen Hochzeit oder der Geburt eures Kindes, liebe Männer, steht euch in der Regel ein zusätzlicher Urlaubstag zu.

 

(Alle Angaben ohne Gewähr.)

 

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