Radtouren für den Frühling



Vielleicht geht es euch ja wie mir: Die ersten Sonnenstrahlen brechen durch die Wolken und sofort macht sich eine innere Unruhe breit. Also schnell das Fahrrad aus dem Keller holen und losradeln… Von wegen! Eingestaubt, rostig und mit einem platten Reifen wartet das treue Gefährt darauf, für die warme Jahreszeit fit gemacht zu werden. Gesagt getan – jetzt steht den ausgedehnten Wochenend-Radtouren nichts mehr im Wege. Fehlt nur noch die richtige Tourenplanung. Deshalb stellen wir euch heute zehn wunderschöne Radtouren in ganz Deutschland vor.

RadtourenDonau-Radweg

Über 2800 Kilometer ist der Radweg an der Donau lang. Idyllisch ist’s schon am Ursprung der Donau im Schwarzwald. Hinter Tuttlingen mitten in Baden-Württemberg schlängelt sich der Radweg durch imposante Felsenschluchten vorbei am Kloster Beuron. Hier ist die Donau noch nicht schiffbar, allenfalls Kanufahrer paddeln auf ihr.

RadtourenBodensee-Radweg

Rund um den gesamten Bodensee führt die Strecke. Ausflüge können für einen oder mehrere Tage geplant und leicht abgekürzt werden. Zwei Autofähren unterteilen den See. Und auf Schweizer Seite verläuft eine Bahnlinie parallel zum Seeufer. Die Radmitnahme ist einfach: Jeder Zug hat mehrere Fahrradabteile.

Münsterland

„Königin der Radtouren“ wird die 100-Schlösser-Route genannt. Abseits der verkehrsreichen Straßen führt die Tour über die „Pättkes“ – so heißen hier die schmalen Radwege durch die Parklandschaft des Münsterlandes. Vorbei an Wasserschlössern und Wasserburgen. Mittendrin liegt die Fahrradmetropole Münster.

Main-Radweg

Vom Fichtelgebirge bis nach Mainz zum Rhein schlängelt sich der Main 524 Kilometer durch die Landschaft, parallel dazu der Main-Radweg. Sehenswert sind die vielen Orte mit herausragender Kultur. Bayreuth und Bamberg, viele historische Kleinstädte mit Fachwerkhäusern und die Prunkschlösser in Würzburg oder Aschaffenburg.

Brauereien- und Bierkeller Radtouren

Oberfrankens natürliche Schönheiten sehen und das Thema Bier näher kennenlernen. Über 70 Privatbrauereien und typisch fränkische Bierkeller liegen an der Strecke und laden zur Einkehr ein. In vielen Brauereien sind Besichtigungen möglich. Sie bieten neben der reinen Gaumenfreude zahlreiche Informationen zur Bierherstellung.

Nordseeküsten-Radweg

„EuroVelo-Radweg” heißt ein gut ausgeschilderter Radfernweg durch sechs Staaten. In Deutschland ist die Strecke zwischen Norden und Cuxhaven besonders reizvoll. Meist radelt man direkt neben dem Deich – im Wechsel mal auf der Landseite oder mal auf der Meerseite. Vorbei an Fischerdörfern und Sandstränden mit Blick auf das Wattenmeer.

Gurken-Radweg

Diesen ungewöhnlichen Namen verdankt die Tour den Spreewälder Gurken. 250 Kilometer zieht sich die Rundtour durch den Brandenburger Spreewald. In dem Feuchtgebiet lassen sich Weißstörche, Kraniche und Seeadler beobachten. Zweisprachige Ortsschilder weisen auf die sorbische Kultur mit eigenen Bräuchen und eigener Sprache hin.

Thüringer Städtekette

Von der Skatstadt Altenburg im Osten bis zur Wartburgstadt Eisenach im Westen verbindet dieser Radfernweg die schönsten Thüringer Orte miteinander. Alle sieben Städte entlang dieses Radweges, Altenburg, Gera, Jena, Weimar, Erfurt, Gotha und Eisenach liegen am Bahnnetz, so dass auch Teilabschnitte geplant werden können.

Oder-Neiße-Radweg

Er gilt als einer der schönsten Flussradwege. Von Zittau im Süden bis zum Stettiner Haff an der Ostsee sind es 470 Kilometer, die an der Grenze zu Polen entlang führen. Vorbei an alten Städten, Fluss-Auen und Parks. In der Oberlausitz sind die gigantischen Überbleibsel der Braunkohleförderung zu bestaunen.

Todesstreifen-Tour

Radeln, wo einst die DDR-Grenzsoldaten am Todesstreifen patrouillierten. Da hier jahrzehntelang nichts gebaut wurde, ist die Landschaft grüner als anderswo und gilt als längstes Biotop Deutschlands. Hoch im Norden führt die Tour entlang der Elbe, die dort bis 1990 Grenze zwischen den beiden deutschen Staaten war.

 

 

Welches ist eure Lieblings-Radtour für den Frühling?