Reisecenter_Blog

Die Weiche wurde im Jahr 2004 gestellt. Nein, nein, jetzt kommt keine Eisenbahn-Geschichte. Unser Reisebüro existiert gut fünf Jahre und ich habe mal einen Blick in die Geschichte geworfen. Die ist nämlich ganz spannend, denn mit der erwähnten Weichenstellung hätte die Geschichte von HolidayCheck und den Reisebüros ganz anders verlaufen können.

 

Das noch kleine Team überlegte nämlich damals, wie man mit dem Reiseportal Geld verdienen könne. Also bot man den ganz normalen Reisebüros ein Reiseinformationssystem mit lauter Hotelbewertungen und Tipps von Urlaubern an. Auf Lizenzbasis. Damals eine gute Idee. Doch die Reisebüros winkten ab. Kein Interesse. Also neue Idee: wenn sich der Urlauber schon die Bewertungen eines Hotels anschaut, soll er doch gleich auch buchen können. Konsequent gedacht. Also wurden vor fünf Jahren zwei Reiseverkehrskaufleute eingestellt. Eine davon war Christine Eberle, die heute noch das Reisebüro leitet. Schmunzelnd erinnert sie sich an die ersten Wochen. „Wir mussten ja erstmal überlegen, wie wir uns am Telefon melden sollen.“ Damals passte noch das gesamte HolidayCheck-Team in eine 4-Zimmer-Wohnung in Kreuzlingen.

Online-Reisebüro 2004. Das hieß noch Öffnungszeiten von 9 bis 19 Uhr und täglich 10-20 Buchungen. „Wir waren damals voll im Stress“, erinnert sich Christine, „und heute ist vieles meist nur noch ein Fingerschnipsen!“ Von den Kunden gab es sogleich positives Feedback, erzählt sie, „denn wir haben uns sofort als Reisebüro und nicht als Call-Center verstanden.“

Was hat sich denn in den vergangenen Jahren getan, außer dass das Reisebüro gewachsen ist, nämlich auf über 50 Mitarbeiter? „Es gibt mehr virtuelle Angebote.“ Christine erklärt das so: „Früher gab es exakt die Angebote aus dem Katalog. Heute gibt es von den Reiseveranstaltern auch Angebote, die (noch) gar nicht im gedruckten Katalog existieren. Da wird eine Pauschalreise beispielsweise mit einem neuen Hotel verkauft und erscheint so auf der aktuellen Liste. Für den Kunden eine prima Sache, da er doch mit dem Echtzeitvergleich sofort die allerneuesten Informationen mit den günstigsten Preisen abrufen kann.“

Unverändert geblieben ist in den fünf Jahre übrigens, dass die beliebtesten Buchungsziele immer noch die Türkei und Mallorca sind.

Ach, da wäre noch eine Frage: Wenn doch alles online abgewickelt werden kann, wozu brauchen wir überhaupt noch ein Reisecenter? Aber darauf hat Christine gleich die Antwort: „Es gibt immer wieder Fragen, vielleicht sind die Reiseunterlagen noch nicht da oder manche Kunden wünschen die persönliche Bestätigung, dass sie ein unschlagbares Angebot ausgesucht haben. Manche wolle sich durch das Gespräch auch inspirieren lassen: die Familie will einen Warmwasserurlaub und Sandburgen bauen und der Nachbar schwärmt von seiner Türkei-Reise. Was hätten wir dann für Vorschläge?“ Also Reisebüro und nicht einfach ein Call-Center.

Christine, mach‘ weiter so mit Deinem erfolgreichen Team!