Blog_PjöngjangDas kommunistische Land war noch vor Monaten in den Schlagzeilen. Gefährliches Säbelrasseln, Atomwaffentests und dann Ruhe. Plötzlich scheint sich das verarmte Land den Touristen aus dem Westen mehr öffnen zu wollen. Schon jetzt bietet HolidayCheck aus dem zugeknöpften Nordkorea Bewertungen zu einigen Hotels an.

Wie das Tourismus-Fachblatt FVW mitteilt, lässt der Beauftragte für Tourismus in der Regierung von Machthaber Kim Jong Un eine einwöchige Rundfahrt für Reiseveranstalter aus Deutschland organisieren. Die Tour gilt als erste und „einmalige Chance für Reiseveranstalter, Nordkorea einmal selbst kennenzulernen“, wie Jochen Szech, Geschäftsführer von Go East Reisen in Hamburg, von FVW zitiert wird.

Nordkorea-Reisende empfehlen ihre Hotels auf HolidayCheck in der Regel weiter, arrangieren sich aber mit den örtlichen Missständen. So heißt es zu einem Hotel in Kaesong, „alle Räume hatten Klimaanlage. Die Elektroinstallation war abenteuerlich, Hauptschalter im Schlafzimmer mit nackten Drähten. Das Badezimmer war im Gegensatz zu den durchaus komfortablen Wohnräumen sehr alt und in einem schlechten technischen Zustand.“  Begleitet werden die Touristen auch immer von einem örtlichen Reiseleiter. Ein Tipp lautet: „Unsere Reiseleiter waren Freunde guter Importbiere. Getränke an der Bar sind billig und eine gute Investition in die Reiseleiter. Man kommt sich näher und erfährt viel von Land und Leute, wo sonst keiner von redet.“

Das für ihn beste Hotel in Pjöngjang sei das Koryo Hotel, berichtet ein anderer Reisender, der es genauer beschreibt:  „Alles in dem Hotel erinnert an die 1980er Jahre. Beim Koryo Hotel handelt es sich um das derzeit beste Hotel in Pjöngjang. Das Zimmer war sehr großzügig und geräumig eingerichtet mit Blick auf die Plattenbauten der Innenstadt. Das Essen war sehr gut, man bekommt in Nordkorea als Tourist immer reichlich zu essen. Das Personal, nach meiner Schätzung war zu meinem Aufenthalt 3-4-mal mehr Personal als Touristen im Hotel, war stets äußerst freundlich, und auch die Englischkenntnisse der Angestellten waren exzellent.“