Nach der Rückkehr sind Ansprüche nach §651a Abs.1 BGB innerhalb eines Monats nach vertraglich vorgesehenem Reiseende per Einschreiben/ Rückschein gegenüber dem Veranstalter geltend zu machen. Führen Sie Mängel einzeln und detailliert auf und fordern Sie bereits einen konkreten Geldbetrag. Hierbei können Sie sich nach der Frankfurter Tabelle richten.

Reisegutscheine als Entschädigung müssen nicht angenommen werden, denn Sie haben Anspruch auf eine „echte“ Rückzahlung. Bei Verrechnungsschecks führt deren Einlösung meist zum Verzicht auf eventuelle weitere Gewährleistungs- oder Minderungsansprüche. Lösen Sie also einen Scheck erst dann ein, wenn Sie mit der Höhe des Betrags einverstanden sind.

In jedem Fall aber sollten Sie frühzeitig einen spezialisierten Anwalt aufsuchen. Dieser prüft die Angebote des Reiseveranstalters bzw. die Zurückweisung der Ansprüche und regelt die Formalitäten, sollte keine außergerichtliche Einigung zustande kommen. Dann nämlich ist Eile geboten. Ihre Ansprüche verfallen nach den meisten AGB’ s bereits ein Jahr nach dem vertraglich vorgesehenen Reiseende.