Nach dem tödlichen Anschlag auf die US-Botschaft im libyschen Bengasi und die brutalen Proteste gegen die Veröffentlichung des Films „Innocence of Muslims“ herrscht bei einigen Reedereien Verunsicherung über die Sicherheit Ihrer Passagiere und Besatzungsmitglieder.

Bereits am vergangenen Wochenende wichen die Kreuzer Queen Elisabeth von Cunard Line und Ryndam der Holland America Line auf die italienische Insel Sardinien beziehungsweise die griechische Ferieninsel Rhodos aus. Das Ansteuern der Häfen Alexandria und La Goulette schien den Reedereien aufgrund der derzeitigen gewaltsamen Entwicklungen zu heikel gewesen zu sein.

Auch für diese Woche ist den Reedereien Sicherheitsrisiko in den beiden überwiegend muslimisch-geprägten Ländern zu groß. Sie haben bereits Hafenstopps an der nordafrikanischen Küste abgesagt.

AIDA schickt ihre AIDAdiva am heutigen Montag nicht in den ägyptischen Port Said in Kairo sondern fährt stattdessen das griechische Santorin an. Auch die Mariner of the Seas der Reederei Royal Caribbean hat ihren zweitägigen Landaufenthalt in Alexandria gegen einen Stopp im sizilianischen Messina und maltesischen Valletta getauscht.

Das Auswärtige Amt hat heute nochmals zur Vorsicht in Tunesien und Ägypten aufgerufen. Aktuelle Reisehinweise zu den beiden Urlaubsländern findet Ihr hier:

Für Tunesien-Reisende: http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/TunesienSicherheit.html

Für Ägypten-Urlauber: http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/AegyptenSicherheit.html