Das weltgrößte Korallenriff schwindet. In den letzten Jahrzehnten hat das Riff einen großen Teil seiner Korallen verloren. Gründe hierfür seien der Klimawandel, schwere Stürme und Seesterne.

Wie australische Forscher nach Berichten der Online-Ausgabe des Spiegels bekannt gaben, habe sich die Korallendecke vor der australischen Ostküste in den vergangenen 27 Jahren auf weniger als die Hälfte des ursprünglichen Ausmaßes verkleinert. Die Korallendichte sei ebenfalls seit 1985 um rund 15 Prozent zurückgegangen.

Die schwersten Schäden an den Riffen werden durch Stürme verursacht. Forscher führen den Schwund zu 48 Prozent auf diese Naturursache zurück. Die Klimaerwärmung und die damit einhergehende Erwärmung der Meere sei zu rund 10 Prozent für das Korallensterben verantwortlich. Weiterhin sind Dornenkronen-Seesterne zu  42 Prozent für den Rückgang verantwortlich. Während die Naturforscher weniger Ansatzpunkte in der Bekämpfung von Klimawandel und Stürmen finden, sehen sie in der Eindämmung der Seesternpopulation eine reelle Chance, dass Sterben des atemberaubenden Riffs zu vermindern. Ohne Dornenkronen-Seesterne würde sich die Korallendecke des Riffs pro Jahr um rund 0,9 Prozent ausbreiten.

Das einzigartige Great Barrier Reef zählt seit 1981 zum UNESCO-Weltnaturerbe. Auf rund 345.000 Quadratkilometern und über 3.000 Riffen tummelt sich eine faszinierende Artenvielfalt.