Die Bundesregierung verzichtete am gestrigen Montag auf die geplante Erhöhung der Luftverkehrsabgabe für 2013. Die deutsche Flugbranche forderte hingegen eine Abschaffung der in 2011 eingeführten Steuer, da sie zu einer Benachteiligung im internationalen Wettbewerb führe.

Für Fluggäste bleibt alles beim Alten: Wie die Online-Ausgaben des Focus und Spiegels berichten, müssen Flugreisende, die von deutschen Flughäfen abreisen, weiterhin eine Abgabe von 7,50 Euro für innerdeutsche oder innereuropäische Flüge zahlen. Für Mittelstreckenflüge entfällt weiterhin eine Abgabe in Höhe von 23,43 Euro. 42,18 Euro zusätzlich zahlen Reisende für einen Langstreckenflug.

Die Steuer wurde 2011 eingeführt und erwirtschaftete laut Ministeriumssprecher im ersten Jahr bereits 959 Millionen Euro. Da mit der Luftfahrtsteuer nicht mehr als eine Milliarde Euro eingenommen werden soll, wurden die Steuersätze bereits zu Beginn 2012 leicht gesenkt. Bis September 2012 seien aufgrund höheren Fluggastaufkommens bereits 670 Millionen Euro eingenommen worden, sodass eine Erhöhung der Abgabe für 2013 derzeit nicht notwendig werde.

Die deutschen Fluggesellschaften sowie der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) plädierten bereits im Vorfeld für eine Abschaffung der Steuer. Die für Starts an deutschen Flughäfen erhobene Abgabe würde zu einer „massiven Verzerrung des internationalen Wettbewerbs führen“ erklärt der BDL in einer Stellungnahme an den Bundestags-Finanzausschuss. Weiterhin besteht hier die Befürchtung deutsche Fluggäste würden an nahegelegene Flughäfen ins Ausland abwandern, an denen die Steuer nicht erhoben würde. Das Bundesfinanzministerium hat trotz des Protests einen Verzicht auf die Flugabgabe seit 2011 immer wieder abgelehnt.