Reiserecht

Reiseanbieter dürfen keine Änderungen der Flugzeiten vornehmen, das entschied der Bundesgerichtshof. Der angeklagte Veranstalter TUI muss nun seine Vertragsklauseln überarbeiten.

Reiseveranstalter müssen sich bei Pauschalangeboten an die im Angebot genannten Flugzeiten halten. Der Bundesgerichtshof entschied am Dienstag, dass die endgültige Festlegung der Termine nicht unbedingt beim Reiseunternehmen liegt. Nur wenn etwa höhere Gewalt wie Naturkatastrophen eintreten, gäbe es auch einen Grund die Flugzeiten spontan zu ändern.

Nachdem der Bundesverband der Verbraucherzentralen geklagt hatte, müssen nun Veranstalter wie TUI die Vertragsbedingungen ändern. Reisende würden benachteiligt, da TUI sich auch nach der Buchung die endgültige Festlegung der Flugzeiten vorbehalte. So ein Vorgehen könne den Urlaubern aber nicht zugemutet werden.

Da der Veranstalter künftig aber nicht mehr flexibel genug auf schwankende Nachfragen reagieren könne, würden dann entstehende Kosten auf die Kunden zurückfallen. Ab wann genau die Klausel wirksam in Kraft tritt ist noch offen.