Glückwunsch an den WDR! Die Redaktion von „Markt“ hat es doch tatsächlich geschafft, eine falsche Hotelbewertung bei uns abzusetzen. Mal ganz davon zu schweigen, dass diese Art von Bericht an Originalität in der TV-Welt kaum zu überbieten ist – bei den Redakteurinnen von Kalben und Dietrich handelte es sich diesmal aber um eine ganz besondere Art schlauer Journalisten.

Auf Teufel-komm-raus wurde diesmal versucht, überhaupt mit einer Bewertung bei uns durchzukommen.

Unnütz zu sagen, dass wir den beiden Redakteurinnen im Vorfeld bereits mitgeteilt hatten, dass das Absetzen von gefälschten Bewertungen nicht nur gegen unsere Geschäftsbedingungen, sondern sogar gegen Strafgesetze verstößt. Das geschah in der Antwort auf deren erste Mail vom 2. September. Einen Bericht über „Die Macht von Hotelbewertungsportalen“ war angekündigt. In der Mail wollten sie uns noch ganz unbedarft „ein paar Fragen“ stellen und äußerten ihr „Interesse an der Arbeitsweise von HolidayCheck“. Dennoch konnten es die Redakteurinnen nicht lassen zu fälschen.

Drei dieser plumpen Versuche flogen bei uns prompt auf. Sie blieben in unserem Filter hängen und wurden nie veröffentlicht. Anhand von Indizien konnten wir sie später der Redaktion zuordnen. Das teilten wir Frau von Kalben auch am 12. September um 12.16 Uhr mit. Sie spielte die Ahnungslose und wollte zu diesem Zeitpunkt nicht verraten, welche Bewertungen denn nun abgesetzt wurden. Sie versprach die große Enthüllung am Mittwoch. Warum, das sollte sich dann auch klären:

Noch am Abend des 12.9. startete die Redaktion einen erneuten Versuch. Wahrscheinlich in ihrer journalistischen Ehre gepackt – und wahrscheinlich war der Bericht schon fertig und sollte die Aussage auch nicht verändert werden –  setzte man sich nochmal an den Rechner und stellte uns um 17.56 Uhr nochmals eine Fälschung bei einem Hotel ein.

Die wahre journalistische Meisterleistung befindet sich in dieser Bewertung: Hier wurde nur in eigenen Worten umgeschrieben, was die Bewertungen zuvor schon schilderten. Das „Personal, das sein bestes gibt“ wurde zu „freundlichem Personal“, aus „kleinen Zimmern“ wurden „sehr kleine Zimmer“ gemacht, aus „das Hotel ist geeignet für Taucher und Schnorchler“ wurde „Wir wollten… nicht mehr als baden und schnorcheln… dafür ist dieser Ort perfekt“ usw… Es ist müßig noch weiter darüber zu berichten, denn es verfälschte nicht das Bild des Hotels. Sogar die Beurteilung nach Sonnen spiegelt den Schnitt des Hotels fast komplett wider.

Solch eine Bewertung würde niemand absetzen, der manipulieren möchte. Die Aussage dieser – mit aller Macht erzwungenen – falschen Bewertung wäre gleich Null.

Bravo Frau WDR! Solch eine Spitzenleistung hätten wir von der Redaktion eines öffentlich-rechtlichen Senders nicht erwartet. Das ist umso erstaunlicher, da die freie Redakteurin bestimmt mit viel Geld aus der öffentlichen Hand bezahlt wurde. Schade, dass man es nicht für einwandfreie journalistische Arbeit verwendet.

Wir hätten erwartet, dass man fair mit uns umgeht, uns testet und das Ergebnis mit uns bespricht. Stattdessen wurden wir getestet, haben bestanden und wurden dann auf Biegen-und-Brechen doch noch reingelegt. Eine Einladung zu HolidayCheck wollte die Redaktion übrigens nicht wahrnehmen und das Wort „Fairness“ ist dem selbsternannten „Verbrauchermagazin“ des WDR anscheinend fremd.