Wild, exotisch und (fast noch) unentdeckt ist das Reiseziel, welches wir euch heute vorstellen: Kambodscha! Im Rahmen unserer Länderwoche „Asia“ haben wir einen tollen Gastartikel über das asiatische Land zwischen Thailand, Laos und Vietnam auf Lager, inklusive vieler Tipps zur Reisevorbereitung und den kulturellen Highlights des Landes.

Apsara Tänzerin in Siem Reap Foto: Bernd Bieder

Apsara Tänzerin in Siem Reap
Foto: Bernd Bieder

„Nei-Ho!“ – das heißt im Königreich Kambodscha so viel wie „Hallo, wie geht’s?“ und gehört damit zum Grundvokabular jeder Kambodschareise. Gerne besucht wird das spannende, jedoch touristisch größtenteils noch wenig erschlossene südasiatische Land vor allem wegen seines UNESCO-Weltkulturerbes Angkor Wat. Das von der Khmerkultur geprägte Land hat aber noch viel mehr zu bieten.

Wer das Land auf eigene Faust bereisen möchte, kann dies problemlos tun. Wer individuell reisen, dabei aber nicht auf das Know How erfahrener Tourguides verzichten möchte, kann Kambodscha während einer exotischen Erlebnisreise erkunden. Kleine Reisegruppen von maximal 10 Personen ermöglichen bei diesen Touren ein unkompliziertes Reisen, bei dem der Kontakt zu Land und Menschen nicht verloren geht. Egal für welche Reise-Art ihr euch entscheidet, hier sind ein paar nüzliche Tipps und Infos:

Wann ist die beste Reisezeit?

Der wohl wichtigste Faktor bei der Vorbereitung jeder Reise ist die richtige Reisezeit. Im Falle Kambodschas ist es wichtig zu wissen, dass das Klima im ganzen Land tropisch geprägt und vom Monsun bestimmt ist. Die beste Zeit, um Kambodscha zu erkunden, liegt daher zwischen Dezember und Februar. Während dieser Zeit sind die Niederschläge gering und die Temperaturen mit 30°C verhältnismäßig angenehm.

Welche Impfungen brauche ich?

Damit die Reise nach Südasien nicht zur gesundheitlichen Gefahr wird, werden mehrere Impfungen empfohlen. Dazu zählt die Immunisierung gegen Hepatitis, Tetanus, Polio und Masern sowie Typhus und Tollwut. Vor Malaria solltet ihr euch stets mit langer heller Kleidung, Mückenspray und Moskitonetzen schützen. Aufgrund der häufig schlechten medizinischen Versorgung empfiehlt es sich, immer ein Notfallmedikament (Standby) dabeizuhaben. Im eigenen Interesse solltet ihr euch zu den nötigen gesundheitlichen Vorkehrungen für die Kambodschareise in jedem Falle ärztlich beraten lassen.

Traditionelles kambodschanisches Guesthouse

Traditionelles kambodschanisches Guesthouse

Ist es schwer eine Unterkunft zu finden?

Die Übernachtung in einem Hotel ist in Kambodscha nicht teuer und man findet im Allgemeinen immer unkompliziert ein freies Zimmer. Ein qualitativ hochwertiges Zimmer kann man in der Hauptstadt Phnom Penh schon ab 10 Euro buchen. Wer individuell reist, kann Unterkünfte problemlos kurzfristig vor Ort aussuchen (nur an Feiertagen sollte man besser frühzeitig buchen). Um Stress bei der Ankunft zu vermeiden und eine erste feste Anlaufstell zu haben, empfiehlt es sich allerdings, für die erste Übernachtung ein Zimmer im Voraus zu buchen.

Wie sicher ist das Reisen im Land?

Nach jahrelangen Kriegen, gilt eine Reise durch Kambodscha heute – sowohl für Männer, als auch für Frauen – als sicher. Nur in großen Städten ist die übliche Vorsicht geboten. Vor allem nachts sollten kleine Nebenstraßen gemieden werden. Wer auf eigene Faust unterwegs ist, sollte sich bewusst sein, dass Kambodscha mit geschätzten 6 Millionen Minen noch immer zu den am stärksten verminten Ländern weltweit zählt. Man sollte sich daher nur in erschlossenen Gebieten bewegen und sich von abgeschiedene Wege und Regionen fernhalten.

Tuk Tuks in Phnom Penh Foto: Bernd Bieder

Tuk Tuks in Phnom Penh
Foto: Bernd Bieder

Wie komme ich im Land von A nach B?

Kambodscha hat sowohl in Phnom Penh, als auch in Siem Reap jeweils einen internationalen Flughafen. Entsprechend flexibel kann die eigene Reise geplant werden. Innerhalb des Landes ist die Fortbewegung per Bahn praktisch unmöglich, da seit 2008 keine Personen mehr befördert werden. Dank zahlreicher Buslinien, die regelmäßig und oft zwischen großen Orten verkehren, ist die Fortbewegung dennoch einfach möglich. Die Verbindungen sind allgemein gut, die Kosten gering und dank einer Sitzplatzreservierung reist man garantiert bequem. Wer kürzere Strecken innerhalb der Stadt oder in ländlichere Gegenden zurücklegen möchte, kann sich von Moped-Taxis oder Tuk Tuks chauffieren lassen. Mutigere können sich sogar auf eigene Faust mit dem Moped oder einem Motorrad durch den chaotischen Verkehr schlagen.

Welche kulturellen Sitten gilt es zu beachten?

Da die Bevölkerung Kambodschas generell als friedliebendes und tolerantes Volk gilt, verlaufen Begegnungen mit Einheimischen meist sehr harmonisch. Freundliche Gesten, wie ein netter Augenkontakt, ein Lächeln oder Winken kommen immer gut an.Allgemein solltet ihr auf ordentliche und angemessene Kleidung achten. Dabei sollten Frauen beachten, dass figurbetonte Kleidung als unanständig gilt. Hosen und Röcke sollten in diesem Sinne mindestens bis zu den Knien reichen.

Die Begrüßung zwischen Kambodschanern erscheint für uns ungewöhnlich, denn sie bringen dabei ihre Hände vor der Brust in eine Gebetshaltung. Dabei wird umso mehr Respekt bekundet, je höher die Hände gehalten werden. Älteren und höher gestellten Personen zollt man zusätzlich durch eine leichte Verbeugung Respekt. Besonders praktisch: Hat man die Hände gerade nicht frei, reicht auch ein Kopfnicken. Nicht üblich ist es sich bei der Begrüßung die Hand zu reichen. Unbedingt vermeiden sollte man öffentliche Umarmungen.

Früchtemarkt in Siem Reap Foto: Bernd Bieder

Früchtemarkt in Siem Reap
Foto: Bernd Bieder

Wie ernähren sich die Kambodschaner?

Kambodscha-typische Speisen sind – wie in Südasien üblich – sehr vielseitig und aus unserer Sicht exotisch. Vor allem köstliche Curries werden in den verschiedensten Kreationen angeboten. Ansonsten sind indisch, chinesisch und auch europäisch geprägte Gerichte verbreitet. Zum Frühstück gibt es üblicherweise eine Nudelsuppe mit Rind- oder Schweinefleisch. Gegessen wird entsprechend dem Gericht mit Stäbchen, Löffeln oder mit den Fingern.

Was gehört zu den Must Do’s jeder Kambodschareise?

Neben all diesen vorbereitenden Gedanken, darf natürlich auch die Reiseplanung nicht zu kurz kommen. Besonders wer nur wenig Zeit hat, sollte sich im Vorhinein genau über Sehenswürdigkeiten und „Must Do’s“ erkundigen. Auf der sichersten Seite ist man natürlich mit einer geführten Tour. Wer etwas Zeit investiert, kann eine eindrucksvolle Route durch das vielseitige Land aber auch selbst planen.

Angkor Wat

Angkor Wat

Am besten startet man seine Reise durch Kambodscha in der lebendigen und modernen Hauptstadt Phnom Penh. Hier kann man vor allem im Tuol Sleng Museum und den Killing Fields viel über die Geschichte des Landes erfahren und zahlreiche bedeutende Sehenswürdigkeiten, wie den Royal Palace oder die Silberne Pagode, erkunden.

Eine der wichtigsten Stationen jeder Reise durch Kambodscha ist außerdem Angkor Wat. Der größte Tempel der mystischen Tempelanlage von Angkor liegt nahe der Stadt Siem Reap und darf auf keiner Reiseroute fehlen. Spannend ist zudem eine Bootstour durch das Mekong Delta, während der sich auf wunderbare Weise das bunte Treiben am Flussufer beobachten lässt.

Auf keinen Fall entgehen lassen darf man sich zudem die idyllische Landschaft traditioneller kambodschanischer Dörfer. Diese kann man zum Beispiel per Radtour erkunden. Damit Entspannung und Relaxen nicht zu kurz kommen, sollte man auch ein paar Tage an der Küste Kambodschas verbringen. Der lange Sandstrand von Sihanoukville und der romantische Fischerort Kep sind die Anreise garantiert wert.

Wart ihr schon einmal in Südostasien? Dann macht jetzt bei unseren „Asia“ – Länderwochen mit und gewinnt mit ein bisschen Glück eine Traumreise: Gewinnspiel Länderwochen.