Istanbul

Eigentlich sollte Istanbul demnächst um einen dritten Flughafen erweitert werden – jetzt hat ein Gericht den Bau vorerst gestoppt. Die Regierung soll bei der Ausschreibung nicht korrekt vorgegangen sein.

Gericht in Istanbul hat das Flughafen-Projekt zunächst gestoppt. Wie FAZ.net berichtet, soll das Gericht Mängel in der Umweltverträglichkeitsprüfung gefunden haben. Bis neue Gutachten vorliegen, verzögert sich der Bau des Flughafens damit um rund ein Jahr.

Ein türkisches Baukonsortium hatte sich im letzten Jahr den Auftrag für das Projekt gesichert. Nachdem auch der deutsche Flughafenbetreiber Fraport zusammen mit einem türkischen Partner für das Projekt beworben hatte, sicherte das Konsortium sich den Betrieb für 25 Jahre. Insgesamt wurden dafür über 22 Milliarden Euro geboten.

Verbände klagen jedoch, die Regierung hatte das Projekt zu früh ausgeschrieben. Die Umweltverträglichkeitsprüfung sei zu diesem Zeitpunkt noch nicht vollständig abgeschlossen gewesen. Umwelt und Landwirtschaft könnten schweren Schaden nehmen, heißt es von Seiten der Kritiker.

Der neue Flughafen soll auf der europäischen Seite der Bosporus-Metropole erbaut werden. Insgesamt sechs Start- und Landebahnen sollen rund 150 Millionen Passagiere im Jahr befördern. Damit wäre der Airport der größte weltweit.