…die aber trotzdem super lecker schmecken! Bei ihrer Reise nach Indien ins „Best Exotic Marigold Hotel“ (ab 15. März im Kino) machen die sieben bereits etwas älteren Protagonisten nicht nur Bekanntschaft mit ihnen bislang völlig fremden Sitten, Bräuchen und Verkehrsregeln, sondern auch mit der farbenfrohen indischen Küche. Von den für europäische Ohren oft merkwürdig klingenden Namen der einheimischen Spezialitäten sollte man sich als Reisender aber keinesfalls abschrecken lassen. Denn sonst verpasst man einige unvergleichliche Geschmackserlebnisse!

Foto: Paul Goyette

Alu Gobhi

Insbesondere auf nordindischen Tellern anzutreffen ist das vegetarische Gericht „Alu Gobhi“. Hauptbestandteile der typisch indischen Speise sind Kartoffeln und Blumenkohl. Durch die Verwendung von Kurkuma erhält das „Alu Gobhi“ seine gelbliche Färbung. Kombiniert bzw. gewürzt wird es beispielsweise mit Curryblättern, Koriander, Erbsen, Tomaten oder Ingwer.

Vindalho

Am Beispiel dieses Schweinefleisch-Gerichts wird der Einfluss der einstigen portugiesischen Kolonialherrschaft über Teile Indiens auf die lokale Küche deutlich – die namentlichen und kulinarischen Wurzeln des „Vindalho“ liegen nämlich in Portugal. Ursprünglich wurde dabei Schweinefleisch in Wein, Knoblauch und einer Gewürzmischung mariniert. Da Schwein, wie Fleisch im Allgemeinen, in Indien eher selten gegessen wird, verwendet man für das übrigens sehr scharfe „Vindalho“ heute eher Geflügelfleisch, das mit Chili, Kreuzkümmel, Pfeffer, Zimt, Bockshornklee und anderen Gewürzen zubereitet wird.

Foto: Rishika Palvankar

Punchmail Bhaji

„Punchmail Bhaji“ ist ein leckerer indischer Eintopf aus fünf Gemüsesorten. Bei der Zusammenstellung des Gemüses gibt es einige Kombinationsmöglichkeiten, traditionell gehören beispielsweise Bohnen, Kartoffeln, Möhren, Auberginen und Tomaten in den Topf. Minzeblätter verleihen dem einfach und schnell zuzubereitenden Gericht eine besondere Note.

Samosa

Als Vorspeise oder Snack werden in Indien oft Samosas gereicht. Diese Teigtaschen aus Weizenmehl können mit unterschiedlichen Zutaten gefüllt sein: Zum Beispiel mit Curry-Pasten, Linsen, Bohnen, Kartoffeln oder Reis. Nach dem Füllen werden die Samosas dreieckig zusammengelegt und frittiert. Auch in indischen Imbissbuden ist dieser würzige Snack sehr beliebt.

Tandoori Chicken

Hühnchen in Joghurt marinieren, mit „Tandoori Masala“-Gewürzmischung abschmecken, Cayenne-Pfeffer und rotes Chilipulver für die charakteristische feuerrote Färbung dazu – fertig ist das „Tandoori Chicken“… zumindest fast, denn wie bei vielen indischen Gerichten kommt bei Bedarf noch eine ganze Palette verschiedenster weiterer Gewürze dazu. Das „Tandoori“ in „Tandoori Chicken“ ist übrigens ein Hinweis auf die Art der Zubereitung im „Tandur“, dem typisch indischen Holzkohle-Ofen.

Biryani

Das (süd-)indische Reisgericht „Biryani“ wird entweder vegetarisch oder zusammen mit Lamm oder Hühnchen zubereitet. Der als Grundlage dienende Basmatireis kann unter anderem mit Zwiebeln, Nüssen und Rosinen kombiniert werden. Dazu gibt es dann mitunter eine Chutney-Variante – das wahlweise pikante oder süß-saure Mus wird in Indien zu vielen Mahlzeiten serviert, eine der bekanntesten Varianten ist das Mango-Chutney. Auch möglich ist die Kombination mit einem Curry, also einem in Sauce gegartem Gemüse- oder Fleisch-Gericht.

Shahi Alu Kofta

Unter „Kofta“ oder „Köfte“ versteht man in der orientalischen Küche eigentlich Fleischbällchen, speziell in Indien sind jedoch vegetarische Abwandlungen mit Kartoffeln oder dem einheimischen Flaschenkürbis üblich. Für ein „Shahi Alu Kofta“ benötigt man neben zerstampften Kartoffeln zum Beispiel auch Cashew-Nüsse, Rosinen und Joghurt – aus dieser Masse werden dann die „Kofta“-Bällchen geformt und anschließend frittiert. Eine dazu servierte Soße kann Zwiebeln, Ingwer, Knoblauch und Kokosnuss beinhalten.

Foto: Sonja Pauen

Butter Paneer Masala

Diese orangefarbene, cremige Speise mit leichtem Buttergeschmack ist vor allem in Nordindien sehr beliebt. Der namensgebende „Panir“-Frischkäse wird gewürfelt, zusammen mit einer Butter-Zwiebel-Tomaten-Soße aufgekocht und mit Koriander, Bockshornklee, Chili und weiteren Gewürzen sowie einer Cashew-Paste verfeinert. Als Beilage zu dieser und zahlreichen anderen Mahlzeiten reicht man in Indien gern Brotsorten wie Pappadum, Chapatti oder Naan, verschiedene Fladenbrote, die meist über offener Glut gebacken werden.

Foto: Gili Chupak

Gulab Jamun

Bei der indischen Süßspeise „Gulab Jamun“ handelt es sich um frittierte Teigbällchen mit Zuckersirup. Zubereitet wird die Leckerei aus dem Ricotta-ähnlichen „Khoa“ und Mehl sowie wahlweise etwas Zucker, der beim Frittieren karamellisiert. Am Ende wird noch mit Grünem Kardamom oder Safran aromatisierter Zuckersirup drübergegossen und fertig ist die kleine Kalorienbombe.

Foto: Thamizhpparithi Maari

Laddu

Ein weiterer für Indien typischer süßer Snack ist „Laddu“. Diese Bällchen aus Kichererbsenmehl oder Grieß und Zucker werden in „Ghee“, einer Art Butterschmalz, gekocht, mit variablen Zutaten wie Sesam oder Mandeln verfeinert und oft zu Hochzeits- oder Geburts-Feiern oder zu religiösen Anlässen serviert.

 

 

Lecker! Da läuft mir direkt das Wasser im Mund zusammen! Da ich schon das große Glück hatte, eine Reise nach Indien zu unternehmen, kenne ich die meisten Gerichte und traditionellen indischen Gewürze und kann nur sagen, dass es wirklich sehr köstlich ist (vorausgesetzt man mag es ein bisschen scharf!). Was ich zusätzlich zum Essen noch in Indien erlebt habe, erfahrt ihr morgen im Reisbericht: Mit dem Rucksack durch Indien 🙂