Nach einem langen und anstrengenden Flug steht einem der Sinn nach nichts anderem, als sich ins Hotelzimmer zurückzuziehen, die Akkus aufzuladen und sich zu akklimatisieren. Doch an der Hotelrezeption dann der Schock: Hotelüberbuchung! Um in einem solchen Fall vor Ort zu wissen, welche Rechte ihr habt und was ganz und gar nicht zulässig ist, haben wir für euch die wichtigsten Richtlinien zusammengestellt.

Wenn ihr Glück habt, bekommt ihr ein besseres Hotel als ursprünglich gebucht, dann steht einem erholsamen Urlaub nichts mehr im Wege. Leider ist es aber oft der Fall, dass Urlauber in ein minderwertigeres Hotel, das zudem noch in einem vollkommen anderen Urlaubsort liegt, umquartiert werden.

Rechtlich ist die Sache eindeutig: Kann der Reiseveranstalter seinen vertraglichen Leistungen nicht nachkommen, müsst ihr die Änderung generell nicht akzeptieren!

Ohne eure offizielle Zustimmung darf der Veranstalter euch nicht einfach in einem anderen Urlaubsort unterbringen! Die Definition, wo der eine Urlaubsort aufhört und der andere beginnt ist gerade an touristischen Küsten- und Strandgebieten sehr schwer zu erkennen. Also gilt: Ist das Hotel bis zu 35 km von der eigentlichen Unterkunft entfernt und in einer anderen Bucht, ist das die absolute Obergrenze des Zumutbaren. Liegt das Ersatzhotel in der selben Bucht wie das ursprüngliche, so darf es auch etwas weiter entfernt sein.
Anders sieht es da allerdings bei Inseln aus wie z.B. den Malediven. Sollt ihr laut Veranstalter auf eine andere Insel ausweichen, so könnt ihr hier aus gutem Grund ablehnen. Eine andere Insel bedeutet ein anderer Urlaubsort!

Kann der Reiseveranstalter also das im Vertrag zugesagte Hotel nicht bieten, muss er euch entweder einen kostenlosen Rücktritt von der Reise ermöglichen oder in einem gleichwertigen oder höherwertigeren Hotel am selben Ort ohne Mehrkosten unterbringen! Das heißt im Klartext für euch: Entspricht das Ersatzhotel nicht dem gebuchten Standard und euren Vorstellungen, geht’s rein in den Flieger und zurück nach Hause – natürlich auf Kosten des Veranstalters!