HochwasserDie Schäden in den überfluteten Gebieten sind gigantisch. Noch immer sind einige Städte von der Außenwelt abgeschnitten. Während mancherorts die Aufräumarbeiten begonnen haben, ist das gesamte Ausmaß der Katastrophe noch nicht absehbar. Die Reiseindustrie befürchtet immense Einbußen – auch in Regionen, die nicht vom Hochwasser betroffen sind.

Alleine im bayerischen Deggendorf werden die durch das Hochwasser verursachten Kosten auf eine halbe Milliarde Euro geschätzt. Laut spiegel.de gelangen die Bewohner nur in Booten zu ihren Häusern. Die Folgeschäden sind derzeit schwer abzuschätzen. Die lokale Reiseindustrie spürt bereits Konsequenzen: Hotels in betroffenen und umliegenden Regionen melden erste Stornierungen.

Auch in Sachsen hat das Hochwasser enormen Schaden angerichtet. Und Urlauber verunsichert. Frank Lehmann in der Münchner AZ: „Die Leute haben den Eindruck, ganz Sachsen stände unter Wasser“, sagte der Geschäftsführer des sächsischen Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga. Dabei seien die meisten Ausflugsziele noch gut zu erreichen. Dennoch würden Reisen storniert. Und wir reden hier nicht von den nächsten drei oder vier Tagen, sondern vom ganzen Sommer oder länger“, so Lehmann.

In Bad Schandau (Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) hätten bereits drei Hotels geschlossen, sagte die Sprecherin der Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen, Ines Nebelung, der Nachrichtenagentur dpa. „Auch die Innenstadthotels in Meißen und Grimma empfangen derzeit keine Gäste mehr.“ Insgesamt seien die Anfragen nach Unterkünften und Informationen rückläufig. Gäste, die bereits eine Unterkunft gebucht haben, sollen sich bei ihren Hotels melden, rät Nebelung auf welt.de.

Wie die Mitteldeutsche Zeitung berichtet, führt das Hochwasser der Elbe auch zu Einschränkungen im Bahnverkehr. Die Verbindung Hannover-Magdeburg-Berlin ist unterbrochen, zwischen Magdeburg und Biederitz ist ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Die Deutsche Bahn empfiehlt Reisenden aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen Richtung Leipzig und Dresden ab Hannover die IC- und ICE-Züge Richtung Berlin Hauptbahnhof zu nutzen, die über Stendal führen. In Berlin besteht Anschluss nach Leipzig und Dresden.

Weitere Informationen finden Reisende auf der Homepage der Deutschen Bahn.