Betten_1161910745Seit Januar wird in Hamburg von Privatreisenden eine Extraabgabe für die Übernachtung verlangt. Nach einer ersten Bilanz der Hansestadt enttäuscht die sogenannte Bettensteuer jedoch bislang: Es wurde weniger eingenommen als erhofft. Dennoch wollen weitere Städte nachziehen.

Die Hansestadt an der Elbe hatte sich bei der Einführung der Stadttaxe Mehreinnahmen von bis zu 12 Millionen Euro erhofft. Eine erste Bilanz nach fast einem Jahr zeigt bisher zusätzliche Steuereinkünfte von nur 6,6 Millionen Euro. Touristikexperten halten eine Steuereinnahme von höchstens 10 Millionen Euro bis Ende des Jahres gerade noch für realistisch.
Negativ auf die Zahl der Übernachtungen hat sich die Bettensteuer hingegen nicht ausgewirkt: Sie stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10,2 Prozent.

Vom Reiz der Mehreinnahmen durch Bettensteuer wie etwa bereits in Köln, Bremen, Dortmund oder auch Hamburg zeigen sich nun weitere Städte angezogen: Freiburg und Schwerin planen ab dem 1.1.2014 zusätzliche Steuerbelastungen für Privatreisende. Nach einem Rechtspruch des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig darf eine Bettensteuer nicht auf Übernachtungen von Geschäftsreisenden erhoben werden.