Hai_1156514159Herrscht im Urlaub Badeverbot wegen eines Hai-Alarms, besteht kein Anspruch auf Minderung des Kaufpreises. Das entschied jetzt das Amtsgericht in München. Vor allem Mallorca-Reisende wird dies interessieren: Nach dem Fund eines fünf Meter großen Hai im Hafen von Port Andratx herrscht dort Unruhe.

Die Münchener Richter urteilten, dass der Strand die ganz Zeit über nutzbar gewesen sei. Das begründet auch bei einem Badeurlaub keinen Mangel. Vielmehr hat der Reiseveranstalter keine Pflicht das ungefährdete Schwimmen im Meer zu ermöglichen. DasAmtgericht begründet weizter: „Dies gilt umso mehr, wenn das zeitlich beschränkte Badeverbot dem Schutz der Urlauber vor ortsüblichen Gefahren dient.“

In dem Fall hatten Urlauber nach einem Pauschalurlaub  auf die Seychellen geklagt. Nach dem Angriff eines Hais auf Schwimmer sprachen die Behörden vor Ort ein temporäres Badeverbot aus.

Auf Mallorca sorgte indes ein fünf Meter langes Exemplar eines Schlafhai für Aufregung. Es wurde tot in den Hafen von Andratx getrieben. Besorgte Mallorca Touristen fürchten deshalb um ihren Badeurlaub. Dies ist aber unbgründet: Der Schlafhai ist ungefährlich, wie die meisten der vielen Hai-Arten im Mittelmeer.