Pünktlich zu Halloween haben wir besonders gruseligste Reisetipps für euch zusammengestellt. Die folgenden zehn Reiseziele sind genau das Richtige für Wagemutige – und garantiert nichts für Weicheier!

 

Sedletz Ossarium in Prag

shutterstock_80061250Auf einem Friedhofsgelände östlich von Prag wurden während der Pestepidemien des 14. Jahrhunderts und der Hussitenkriege des 15. Jahrhunderts zehntausende Opfer begraben. Als inmitten des Friedhofs ein Kirchengebäude errichtet wurde, wurden die menschlichen Überreste im Untergeschoss eingelagert. Im 19. Jahrhundert kaufte die Fürstenfamilie Schwarzenberg das Kirchengebäude auf – und beauftragte einen Holzschnitzer mit der bizarren Inneneinrichtung der „Knochenkirche“.

 

HR Giger Museum in Gruyères

Wer hätte das gedacht: Die bizarren Wesen aus den „Alien“-Filmen haben ihren Ursprung in der Schweiz! Ihr Schöpfer ist Szenen- und Kostümbildner HR Giger, der für seine Mitwirkung an den Filmen einen Oscar erhielt. Im Bergdorf Gruyères hat er sich ein eigenes Museum mit Bar geschaffen – ganz im surrealen Stil mit zahlreichen Bildern und Skulpturen. Na, wer will sich im jahrhundertealten Schloss Saint-Germain in Gruyères von knöchrigen Alien-Greifern umarmen lassen?

 

Jack The Ripper-Tour in London

1156250271Auf den Spuren des berühmtesten und gefährlichsten Serienmörders der Welt: Die Stadtführung der besonderen Art führt an die Originalschauplätze der Gräueltaten im Londoner East End. Hier brachte ein mysteriöser Killer im Herbst 1888 mindestens fünf Frauen um – und wurde nie gefasst. Wer sich in die dunklen Gassen und zwielichtige Ecken wagt, lernt den Killer mit Pseudonym etwas näher kennen!

 

Dungeon in Hamburg

Im Hamburg Dungeon reisen mutige Besucher durch über 600 Jahre dunkle Geschichte. Schon der Besuch im Gruselmuseum der Hansestadt, das sich inmitten der alten Speicherstadt befindet, beginnt nervenaufreibend – mit einer Fahrt im „Fahrstuhl des Grauens“, der auf Folterkammer, Inquisition, Labyrinth der Verlorenen und Hinrichtung von Klaus Störtebekers einstimmt. Zahlreiche Attraktionen und Shows mit echten Darstellern bringen Besucher zum Lachen und zum Schreien – aufgrund der schaurig schönen Zeit vor Ort!

 

Knochenkapelle in Rom

1156518760In der Gruft der Kirche Santa Maria della Concezione in der Via Veneto in Rom möchte man nicht eingeschlossen sein. Nicht nachts und auch nicht tagsüber! Im sogenannten „Beinhaus“ des im 17. Jahrhundert errichteten Gebäudes befinden sich die Knochen von mehreren tausend Kapuzinermönchen. Die Skelette wurden hier nicht nur gelagert, sondern künstlerisch verarbeitet. So „schmücken“ einige die Wand oder fungieren als Leuchter, während andere in Kutten dastehen, als könnten sie jeden Moment loswanken.

 

„Foltermuseum“ in Wien

„Aufklärung und Information über die dunklen Seiten der Menschheitsgeschichte“ – dies hat sich das kleine, fast schon versteckte „Museum für mittelalterliche Rechtsgeschichte“ (besser bekannt als „Foltermuseum“) zur Aufgabe gemacht. Auf rund 800 Quadratmetern in einem Bunker aus dem 2. Weltkrieg können Besucher sich über 100 bedrückende Exponate und Foltermethoden aus nächster Nähe anschauen und dabei die Entwicklung des europäischen Rechtswesens seit der Antike verfolgen.

 

Katakomben in Paris

^EE117BB6C6AF3AAFB2851E4C04E8B5D9D1D401D1BE5B954B9F^pimgpsh_fullsize_distrEin unterirdisches Labyrinth und sechs Millionen Gebeine warten auf Besucher der Katakomben – ehemaliger Steinbrüche unterhalb der französischen Hauptstadt. Vom Ende des 18. bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden die Skelette von Pariser Einwohnern hierher überführt. Grund hierfür war die Überfüllung der städtischen Friedhöfe aufgrund von Seuchen und Hungersnöten. Ein kleiner Teil des Untergrundes ist heute für Besucher zugänglich. Ein Schild am Eintritt der Metro-Station „Denfert Rochereau“ bringt es auf den Punkt: „Nicht für schwache Nerven geeignet.“ Der Gruseltrip beginnt mit dem Abstieg über 130 Stufen.

 

Hotel Castle Leslie Estate in Irland

Das Hotel Castle Leslie Estate bei Dublin ist seit 300 Jahren in Besitz der Familie Leslie. Einige Familienmitglieder haben das Anwesen nie verlassen: Als Gespenster treiben sie bis heute ihr Unwesen. Im „Red Room“ zum Beispiel spukt der Geist von Sir Norman Leslie. Er wurde während des Ersten Weltkrieges im Schloss umgebracht. Geisterhund Punch hingegen streicht auf den Fluren des Spukschlosses herum. Übernachtung gefällig?

 

Edinburgh Castle in Schottland

1173697374Gänsehaut gefällig? Dann ist die Erkundungstour durch die Tunnel der Edinburgh Castle genau das richtige für euch. Die Burg auf dem Castle Rock im Zentrum der Stadt gilt als eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten in Schottland – und Insidern zufolge womöglich DIE Spuk-Location in Europa. Ein Dudelsackspieler, der Tunnel erforschen solle und nie zurück kam, während die Klänge seines Instruments noch immer zu hören sind, ein Geister-Hund und die Spukgestalten einstiger Gefangener…

 

Gespensterführung in Wien

Gruselige Anekdoten und spannende Fakten zur schaurigen Vergangenheit der Stadt – das verspricht die Spukführung „Geister, Gespenster und Vampire – gruseliges Wien“ ihren Teilnehmern. Im Fokus der Tour stehen weder Fremdenführer in Kostümen noch leibhaftige Gruselgestalten. Hier geht es um sorgfältig recherchierte Informationen! Gemeinsam Hintergründe überlieferter Geister- und Vampirgeschichten durchleuchten – gruseln auf die andere Art!