Das Angebot „All inclusive“ von Reiseveranstaltern muss auch Getränke enthalten. Das entschied ein Berliner Gericht. Demnach gehört nicht nur Essen zu der versprochenen Leistung. Geklagt hatte eine Urlauberin, die einem Hotel für Getränke extra bezahlen musste.

Deshalb machte sie vor Gericht eine Minderung des Reisepreises geltend. Das Gericht folgte der Ansicht der Klägerin und sah einen Reisemangel. In dem Hotel in den Vereinigten Arabischen Emiraten waren All inclusive-Leistungen versprochen, die Softgetränke, Bier, Wein, Tee und Kaffee beinhalten sollten. Diese musste die Klägerin an den ersten vier Tagen jedoch noch selbst bezahlen, an den restlichen Tagen bekam sie immerhin zwei Getränke zu den Mahlzeiten.

Der Klägerin wurden für die ersten vier Tage zehn Prozent und die restlichen Tage sieben Prozent Minderung zugesprochen. (Amtsgericht Charlottenburg Az.: 233 C 165/10)