Das Arbeitsgericht in Frankfurt am Main hat entschieden: Die Lokführer dürfen vorerst weiter streiken. Die Bahn ist mit ihrem Antrag, den Streik zu verbieten, gescheitert. Laut spiegel.de wird die DB nun in Berufung gehen.

BahnstreikBahnstreik: Seit Mittwochnachmittag streiken die Lokführer in Deutschland erneut. Zwei Drittel der Züge sind seitdem ausgefallen. Der Streik soll noch bis Montagmorgen dauern und wäre damit der längste in der Geschichte der Deutschen Bahn.

Der Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen den Lokführer-Streik wurde nun abgehlehnt. Diesen Antrag hatte die Deutsche Bahn gestellt, um den Ausstand verbieten zu lassen. Die Vorsitzende Richterin Ursula Schmidt sage, der Streik sei verhältnismäßig und gerechtfertigt. Außerdem sei es das Wesen eines Arbeitskampfes, dass es zu großen Beeinträchtigung kommen könnte.

Dieser Gerichtsentscheid stärkt die Position der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL). Kern des Konflikts ist, dass die GDL nicht mehr nur für die Zugführer verhandeln will, sondern auch für andere Beschäftigte der Bahn. Für diese Gruppe, zu der zum Beispiel Zugbegleiter und Rangierführer zählen, ist aber derzeit die EVG verantwortlich. Außerdem lehnt die Bahn wiederum konkurrierende Gehaltsabschlüsse ab.