Auf zur abenteuerlichen Fahrt! Anstatt mit stinknormalen Taxis, düsen Urlauber in Thailand mit „Tuk Tuks“ durch die Gegend – in Indien dagegen geht’s mit den traditionellen Kamelkutschen etwas gemächlicher zu. Und auch andere Länder bieten den ein oder anderen fahrbaren Untersatz, der für uns auf Anhieb vielleicht etwas schräg wirkt. Ich präsentiere euch heute zehn der außergewöhnlichsten Fortbewegungsmittel der Welt.

FortbewegungsmittelTuk Tuk / Bangkok

Früher füllten Fahrradkutschen die Straßen der Hauptstadt – heute sind die dreirädrigen Autorikschas an jeder Ecke zu sehen. Die geringe Größe und gute Wendigkeit machen sie zum perfekten Fahrzeug im dichten thailändischen Straßenverkehr. Auf Fahrkomfort und Sicherheit sollten Mitfahrer nicht so viel Wert legen – bei einem Preis von 2 Euro pro Stunde lässt sich aber mal ein Auge zudrücken.

FortbewegungsmittelCentral Escalator / Hongkong

Zu Fuß gehen? Das ist hier Geschichte. In der Finanzmetropole transportiert die längste Rolltreppe der Welt lauffaule Städtereisende vom Bezirk „Central“ nach „Mid-Levels“. Insgesamt 800 Meter lang ist die Strecke und überwindet 135 Höhenmeter. Ursprünglich wurde das Förderband jedoch nicht für bequeme Besucher gebaut, sondern um das hohe Verkehrsaufkommen während den Hauptverkehrszeiten zu mindern.

FortbewegungsmittelKamelkutsche / Pushkar

Mit einer Kamelstärke unter der Haube fahren Urlauber durch die nordindische Region Rajasthan. Vorbei am heiligen Pushkarsee und zahlreichen Tempeln geht es zum einzigen Brahma-Tempel Indiens, der als bekannteste Touristenattraktion der Gegend gilt. Besonderer Reisetipp: Im November findet in der Kleinstadt die größte Kamelmesse der Welt statt.

FortbewegungsmittelLore / Halligen

Mitten im nordfriesischen Wattenmeer erheben sich zehn kleine Marschlandinseln nur wenige Meter aus dem Wasser. Zwei davon – die Halligen Oland und Nordstrandischmoor – sind über einen Lorendamm mit dem Festland verbunden. Früher nutzten die Inselbewohner die Lore, um Einkäufe und Materialien auf die abgeschotteten Inseln zu bringen. Heute können auch Inselbesucher diese einzigartige Überfahrt machen. Wenn es allerdings „Landunter“ heißt und die Nordsee den Damm überspült, muss auf die nächste Ebbe gewartet werden.

FortbewegungsmittelRikscha / Siem Reap

Ob von Menschenhand gezogen, mit dem Fahrrad oder einem Moped betrieben – eine bunte Vielfalt dieser kleinen Fahrzeuge finden Touristen im Norden Kambodschas. Für Ausflüge zur größten und bekanntesten Tempelanlage der Region, „Angkor Wat“, werden vor allem die motorisierten dreirädrigen Taxis benutzt: Diese bringen Besucher schnell und günstig ans Ziel.

FortbewegungsmittelPeaktram / Hongkong

Fahrgäste der Standseilbahn müssen sich gut festhalten! Die Fahrtstrecke zur Spitze des 552 Meter hohen Victoria Peak führt steil nach oben. 1365 Meter misst sie und verzeichnet an den steilsten Stellen eine Steigung von 51 Prozent. Wer die waghalsige Auffahrt allerdings geschafft hat, den belohnt der atemberaubende Blick über die Millionenstadt.

FortbewegungsmittelCable Cars / San Francisco

Seit 1964 ist die Kabelstraßenbahn eine der letzten beweglichen Nationaldenkmäler des Landes. Auf insgesamt drei Strecken steuern die Fahrzeugführer, die sogenannten „Gripmen“, die Wagen durch die hügelige Bay City. Aufgrund der großen Beliebtheit müssen Fahrgäste mit einer längeren Wartezeit rechnen. Tickets gibt es dann direkt beim Schaffner. Aufgepasst: Trittbrett-Fahren ist hier erlaubt!

FortbewegungsmittelStahlseilrutsche / Puntarenas

Warum zu Fuß durch den Dschungel, wenn es auch anders geht? Im Westen Costa Ricas sausen Abenteurer an Stahlseilen von Baum zu Baum. Die besondere Fortbewegung entlang der Urwaldriesen verspricht faszinierende Aussichten und ein einzigartiges Regenwald-Erlebnis. Wer Höhenangst hat, sollte jedoch lieber den Fußweg wählen.

FortbewegungsmittelCoco-Taxi / Havanna

Ende der neunziger Jahre wurden die kokosnussförmigen Taxis in der kubanischen Hauptstadt eingeführt und erfreuen sich seither großer Beliebtheit. Touristen sollten sich eine Tour in den knallig-gelben Dreirädern auf keinen Fall entgehen lassen! Auch Einheimische sind mittlerweile auf den Geschmack gekommen – für sie gibt es die Kokosnüsse allerdings in schwarzer Farbe mit gelber Aufschrift.

FortbewegungsmittelSchmalspureisenbahn / Harz

Wie einem Museum entnommen erscheinen die Schmalspurschienen im Harzer Mittelgebirge. Der Name stammt von der geringen Spurbreite, die mit nur einem Meter geringer ist als die normale Schienenbreite. Von einer Dampflok angetrieben, chauffieren die historischen Bahnen die Fahrgäste durch das Mittelgebirge. Seit 1992 erreichen die Mitfahrer mit der Lokomotive sogar den Brocken, den höchsten Gipfel Norddeutschlands.

Kennt ihr noch andere schräge Fortbewegungsmittel?